Tag 10 und 11 weiter auf der Seidenstrasse nach Georgien

Veröffentlicht am 28. August 2025 um 18:54

Tag 10.

Der Übernachtungsplatz, der am Vorabend schön schattig war erwies sich am morgen als Platz an der Sonne. 

Egal, ich wollte sowieso nicht so lange schlafen. Also Duschen, Frühstücken, immer mit leckeren Caffe Latte aus der Siebträgermaschine. Eigentlich wollte ich mit meinen Italienische Nachbarn Kaffee trinken, aber die beiden haben "etwas" länger geschlafen als ich. Wir haben uns herzlich verabschiedet, nette Leute. Vielleicht bleiben wir über den Reiseblog in Kontakt. 

Die Nacht hatte sich neben den türkischen Campern noch ein Womo aus Frankreich dazugestellt. Camper aus Deutschland habe ich bis jetzt noch keine getroffen. 

Auch keine Holländer!

Heute wird ein reiner Fahrtag werden, ich will endlich nach Georgien. 

Es geht den ganzen Tag über vier spurige Straßen, Hin und wieder Baustellen. Es staubt tüchtig.

Teilweise führt mich der Weg über die alte Seidenstrasse. Für mich heute unvorstellbar wie die Leute früher über Monaten mit den Seide, Edelmetallen und Gewürzen unterwegs waren. Dementsprechend teuer waren die Güter. Heute wird alles als Massenware verramscht, die Güter sind nichts mehr wert. 

Marco Polo hat im 13 Jahrhundert die Seidenstrasse als erster beschrieben, War übrigens kein Italiener sondern wurde damals im heutigen Kroatien geboren. Gut, dass gehörte damals zu Venezien. Italieiner war er aber dennoch nicht, 

Die Landschaften veränderten sich permanent, es ging immer Bergauf und ab zwischen 1600m und 2300m. 

Viele Olivenhaine......

Unterwegs kaufe ich noch Tomate und Paprika.......in dn Geschäften und Raststätten gibt es keine Alkohol. Der Osten der Türkei ist konservativer als der Westen. Aber auch hier laufen vor allem die junge Leute "westlich" rum. Ich finde es faznierend wenn die Mutter traditionell dunkel und mit Kopftuch und Tocher daneben "bauchfrei" läuft. Gelebte Toleranz. In Deutschland mittlerweile ist  nicht mehr so einfach. Da soll man sich allem und jedem anpassen. Ich mach da nicht mit. 

In Erzrum finde ich mit Mühe einen Platz an einem Park. Am frühen Abend ist viel los, wie überall in der Türkei trifft man sich Abends 

Da ich am kommenden Tag nach Geogien einreisen möchte, muss ich noch eine KfZ Haftpflichtverscherung für Georgien abschließen. In Georgien gilt nicht die grüne Karte. 

Man kann die Versicherung auch online abschließen. Da Tante Inge >3,5t wiegt, muss ich den LKW Tarif buchen. 30 Tage kosten ca. 31 €. 

Das abschließen im Internet ist die sicherste Variante. An der Grenze ist die Versicherung wesentlich teurer und man wird häufig von Maklern über den Tisch gezogen. 

Ich habe einen kleine Thermodrucker mit (kostet ca. 30€) und kann mir

den Beleg für die Grenze ausdrucken. 3 Seiten auf Endlospapier. 

Kilometer: 555

Ausgaben:

Diesel: 72,10 € 

Lebensmittel: 8,23 € 

Tag 11 

Ich stehe früh auf und fahre bereits gegen 7 Uhr ab. Ist vom Vorteil, es ist nicht so heiß und ich komme schnell durch die Stadt. So angenehm wie man auf dem Land fahren kann ist es in der Stadt nicht. 

Ladungssicherung?

Und je weiter ich Richtung Osten fahre umso mehr Kontrollen finden statt. Es stehen an Schützenpanzer an dem Kontrollstellen. Die Polizisten in Zivil sind schwerbewaffnet. 

Warum die Kontrollen?

Wir befinden uns hier im Gebiet der Kurden und bis 2015 gab es in der Region teilweise heftige Kämpfe. Glücklicherweise scheint der Konflikt beigelegt zu sein. 2018 gab es wesentlich mehr Kontrollen. 

Wenn die Polizisten erkennen das ich aus Alemania komme, werde ich sofort freundlich durchgewunken. 

Gurcistsan, also Georgien ist nicht mehr weit. 

Endlich mal eine 2 spurige Straße, es geht ziemlich steil bergauf und das über 15km. Bei 30 Grad. Ich fordere von Tante Inge nicht die maximale Leistung und behalte die Kühlwassertemperatur im Auge. Alles ok. Schön wäre wenn auch die Öltemperatur angezeigt werden würde. 

Die Stelle erkenne ich, hier haben wir 2018 mit den Mopeds Pause gemacht, Bis zur Grenze ist es nicht mehr weit. 

Vor der Grenze tanke ich noch einmal Euro Diesel. Der ist Geogien nicht überall verfügbar. 

An der Grenze ich aus Richtung Türkei ncihts los. Ich bin der einzige Kunde. Erst Passkontrolle, da muss man zu Fuß hinlaufen, dann Zoll, dann wird an einer weiteren Stelle noch einmal alles in den Computer eingeben. Wohl nicht korrekt, denn an der letzten Kontrollstelle fehlt irgendein Stempel und ich muss noch einmal zurücklaufen, Aber alles sind sehr freundlich und wollen Tante Inge besichtigen. 

Die Frage was das Fahrzeug kostet beantworte ich nicht korrekt. Und warum ich allein reise und keine Frau dabei habe. 

Die Einreise nach Georgien geht auch relativ schnell, das Fahrzeug wird registriert unf Kontrolliert. Alle sind auch sehr freundlich. 

Nach 4837 km in 11 Tagen bin ich in Georgien 

Ich finde einen schönen Übernachtungsplatz an einem Fluss und muss den Bericht jetzt leider abbrechen. 

Durch das Fliegenschutzgitter am Fenster sind irgendwelche Insekten eingetrunken, angezogen durch das Licht, die ich jetzt bekämpfen muss......chemisch....

Mehr morgen. 

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