Tag, 62 Donnerstag
Heute steht die Besichtigung der Medina von Marakech mit einem Guide an. Nachdem schönen Abend gestern in Marakech wollte ich ursprünglich die Medina auf eigene Faust erkunden. Aber unser Guide Hadid, der besser Deutsch als ich sprach, hat die Führung so interessant gestaltet und uns zu Orten in der Medina geführt die ich so nicht entdeckt hätte.
Das Minarett der alten Moschee ist an der Spitze, wie jede Moschee in Marokko mit vier Kugeln ausgestattet. Die vier Kugeln symbolisieren die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die Minarette in Marokko sind immer viereckig und nicht rund. Das hängt damit zusammen das die Osmanen in Marokko nie Einfluss hatten.
Weiterhin befindet sich eine Art Galgen an der Spitze. Das ist kein Galgen sondern er zeigt an in welche Richtung Mekka liegt. Und eine Lampe. Die Leuchtet wenn der Muezzin zum Gebet ruft und soll Taubstummen anzeigen das Gebetszeit ist. Wie das Muslimen erfahren die Blind und Taubstumm sind, habe ich nicht rausbekommen.
Wir sind in einige enge Seitenwege der Medina gelaufen wo viel ürsürüngliches Marokko zu finden war. Ich lasse die Bilder sprechen......Ohne Hamid hätten wir nicht wieder rausgefunden.
An den alten Türen befinden sich zwei Ringe zum anklopfen. Am unteren Ring klopft die Familien, am oberen Ring Besucher. Ganz pfiffig die Regel. Da weis man wann man die Tür aufmachen soll uns wann nicht.
Hinter der Tür war mal ein alter Brunnen.
Unmengen von Oliven, erinnert mich an die Türkei.
Der König Hasan II wird vom Volk verehrt. Die Dynastie, die seit über 400 Jahren regiert ist eine der ältesten der Welt. Und gilt als Nachfahre des Propheten Mohammed. Hasan war der erste König der Dynastie der seine Frau öffentlich gezeigt hat. Damit wollte er beweisen, dass er sich keinen Harem hält. Auch ein Novum: Die Ehe ist mittlerweile geschieden. Aber das wichtigste. Es gibt einen mänlichen Nachfolger.
Hier wird noch vor Ort produziert und verkauft. Nix Temu und Amazon. Das wäre nichts für unsere "letzte Generation" in Deutschland.
In dem etwas mehr touristischen Teil gibt es alles mögliche zu kaufen. Obwohl das Angebot auf die Touristen zielt sind auch viele Marokkaner hier zum Einkaufen unterwegs. Aufgefallen ist mir, dass man kaum Touristen aus Asien sieht.
Viele schöne Lampen. Wobei die richtige Bezeichnung Leuchten ist.
Mich interessiert die Logistik. Mittels Eselkarren, Mopeds die sich durch die schmalen Gassen quetschen werden die Geschäfte versorgt.
Lecker Essen kann man bei den vielen Garküchen auch......
Wir essen in einem Restaurant. Ich habe mich für Brochettes, gegrillte Fleischspieße entschieden.
Mit der Gruppe der Rhön Camp Fahrer mit denen ich unterwegs bin, macht es viel Spaß. Alle sehr unterschiedliche Charaktere Aber die Leidenschaft mit einem Reisemobil unterwegs zu eint uns. Ich komme als überzeugter Alleinreisender erstaunlich gut mit dem "Gruppenzwang" zurecht. Meine Mitreisenden anscheinend auch mit mir. Zumindest habe ich den diesen Eindruck. Für mich ein gutes "Training", den Plan ab Oktober bis ca. Ende März Richtung Arabische Halbinsel aufzubrechen habe ich noch nicht aufgegeben. Aber es sieht so aus als ob mir die beiden durchgeknallten Kriegsverbrecher aus den USA und Israel den Plan durchkreuzen. Und die EU schaut dem tatenlos zu und liefert fleißig Waffen damit der Krieg fortgesetzt werden kann.
Angenehm ist, dass ich bei dieser Reise kaum etwas selber planen muss, Übernachtungsplätze, Streckenplanung und noch vieles anderes (Brötchenservice am morgen) hat Maroc Caravan für uns erledigt. Und das funktioniert bist jetzt sehr gut.
Den Nachmittag nutze ich zum ausruhen und zum nachdenken. Die nächsten Tage werden anstrengend.
Der Tizi n'Tichka Pass will bezwungen werden. Den Pass habe ich 2017 mit dem Moped befahren, was damals kein Problem war. 2023 wurde der Pass bei einem Erdbeben und im diesen Frühjahr bei Unwettern schwer beschädigt. Und das der Pass für die Fahrer aber nicht für die Reisemobile eine kleine Herrausforderung war, ist im nächsten Reisebericht zu lesen.
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