Tag 51, Sonntag
Kaiser Konstantin, der mir im letzten Jahr in der Türkei schon mehrmals begegnet war hat vor ca. 1700 Jahren den Sonntag als geschützten Ruhetag eingeführt. Und gleichzeitig die sieben Tage Woche eingeführt.
Aber auch im 2. Buch Moses stand schon, dass du sechs Tage arbeiten sollst aber am siebten Tage sollst du ruhen, dass sich dein Rind und Esel erholen können....usw.
Ich habe weder Rind noch Esel aber ausruhen will ich mich tatsächlich heute. Vorab muss ich aber auf dem Campingplatz meinen Stellplatz wechseln. Ich stand im Schatten unter Bäumen mit den Nachteil, dass auf dem Bäumen sitzende Vögel die frischgewaschene Tante Inge vollgesch.......haben.
Also kurze Reinigung und dann den Platz gewechselt, mein Tagwerk für heute ist erledigt.
Der Rest des Tages hat sich damit ausgefüllt Surfer am Strand zu beobachten. Und mich auszuruhen, auszuruhen und dann weiter auszuruhen......
Tag 52, Montag
Die neue Woche beginnt. Die Sonne scheint und es ist kaum Wind.
Vormittag suche ich Steine am Strand. Putze im Reise die Schränke bzw. räume die auf. Gegen Mittag wir das mir zu anstrengend und setze mich in die Sonne.
Und schon war der Tag vorbei.
Und ich bin zufrieden.
Tag 53, Dienstag
Heute wird wollen Hajo und ich nach Tarifa laufen. Das es insgesamt 12km werden sollen, war uns zu dieser Zeit nicht bewusst.
Tarifa ist touristisch, aber nicht um diese Jahreszeit. Ein Ort des Massentourismus ist es aber in der Saison auch nicht. Viele kommen nach Tarifa um hier mit einer Fähre, die mehrmals am Tag fährt, nach Marokko überzusetzen. Und Surfer sind hier und man kann Wale beobachten.
Uns hat der Marsch nach Tarifa, den wir uns nicht so beschwerlich vorgestellt hatten, doch mehr angestrengt als erwartet. Die Entscheidung für ein zweites Frühstück war schnell gefallen. Und ein passendes Lokal haben wir auch schnell gefunden.
Hajo hat Pancakes, ich habe Toast mit Käse aus Tarifa bestellt. Und da wir uns den in Spanien üblichen Sitten anschließen wollten haben wir Wein zum Frühstück genossen. Es war alles lecker. Und es hat nicht viel gefehlt und wir wären in dem Lokal versackt........aber wir waren diszipliniert.
Irgendwann sind wir dann doch aufgebrochen und sind an der Strandpromenade entlang zur Altstadt gelaufen. Es war wie im Urlaub.......
Das es in der Strasse von Gibraltar Wale und Delfine reichlich gibt, war mir vorab nicht bewusst. Mehr dazu morgen.....,.
Am Hafen kann man einen Blick auf die alte Festung werfen die im 2ten Weltkrieg noch eine wichtige Rolle gespielt hat.
Die Altstadt ist hübsch und nicht allzu groß.
Der Weg zurück zum Campingplatz geht durch ein Vogelschuzgebiet, der Steg darf nicht verlassen werden.
Hajo legt mit seinen 75 Jahren noch ein beachtliches Tempo vor.......
Wir begegnen einem der gefählichen Andalusischen Kampfstiere......
Und der Schimmel Herdot (von Napoleon) ist uns auch noch über dem Weg gelaufen......nach 12km sind wir ziemlich erschöpft wieder auf unserem Campinplatz angekommen.
Tag 54, Mittwoch
Ich hatte vor einer Woche einen Tipp für eine Walbeobachtung in Tarifa bekommen. Wale und Delfine hätte ich auch in Portugal beobachten können. Aber nicht mit einem Boot wo die Tiere mit Radar und Solar "aufgespürt" werden und dann für "schöne" Fotos regelrecht gejagt werden.
Die Stiftung Firmm (Foundation for information and research on marine mammals) bietet Beobachtung von Delfine und Walen an. Die Stiftung hat sich der Erforschung. der Meeressäuger in der Straße von Gibraltar und vor allem deren Schutz verschrieben. Und die Tiere werden bei der Beobachtung auch nicht gejagt.
50 € für 2 Stunden Beobachtung auf dem Meer + ca. 45min Vortrag an Land sind angemessen.
Die Tour wurde aush in Deutsch angeboten und zu Beginn gab es einen Informativen Vortrag.
In der Straße von Gibraltar lösen sich durch die Strömung die durch Gezeiten ausgelöst werden kleine "Steine" am Meeresboden und steigen an die Oberfläche. Bei Sonneneinstrahlung werden diese zu Plankton, für einige Wale die Nahrungsgrundlage. Zudem gibt es viele Fische, vor allem Thunfisch der auch einige Wale eine wichtige Nahrungsgrundlage bildet.
"Sturmsicher" angezogen auf dem Boot. Der Seegang war schon heftig. Später werden sich noch einige übergeben.
Sehen werden wir hauptsächlich Delfine und und Grinwale. Die Pottwale können bis zu zwei Stunden tauchen, die Chance einen zu sehen sind gering. Die anderen Wale kommen erst ist den nächsten Wochen wenn genug Nahrung vorhanden ist. Die ersten Ocar wurden schon gesichtet, wird werden aber keinen zu stehen bekommen.
Wir fahren ca. 35min bevor wir das Beobachtungsgebiet erreichen. Auf dem Weg dahin sehen wir einige der großem Container Schiffe die vermutlich aus Asien durch den Suez Kanal gekommen sind. Dieses hier kann knapp 30 000 Container laden.
Es wird viel über Veränderungen des Klima vor allem in Deutschland diskutiert. Das die Globalisierung und der damit verbundene Welthandel die Ökosysteme auf unserer Welt extrem belastet findet meines erachtens zu wenig Beabachung. Die derzeitige denkweise das die Umstellung auf E-Mobilität und die sogenannten erneuerbaren Energien alle Probleme lösen kann, wird der Problematik nicht einmal im Ansatz gerecht. Letztendlich ist alles nur ein Geschäft. Das Containerschiff fährt mit Schweröl (Teer) über die Weltmeere, hat wahrscheinlich auch billige Bekleidung die von Kindern in Asien hergestellt wurde geladen. Aber das interessiert die sogenannten "Klimaktivisten" überhaupt nicht.
Im Beobachtungsgebiet angekommen gehe ich in "Beobachtungsstellung" sehen viele Delfine und Grinwale.
das Fotografieren dieser Tiere ist schwierig. Obwohl ich eine Kamera mit Teleobjektiv mit hatte und auch mit dem Spot Fotos machen kann, gelingen so gut wie keine Fotos. Die Tiere sind so schnell da wie sie wieder weg sind.
Ich verzichte darauf Fotos zu machen und genieße lieber den Anblick der Tiere. Fasziniered.
Und leider sehe ich auch einigen Plastikmüll im Meer schwimmen.,
Nach zwei Stunden sind wir wieder im Hafen.
Ich hoffe das wir Menschen die Natur nicht weiter zerstören damit die Generationen nach uns solche Erlebnisse wie ich sie heute hatte auch noch erleben können. Viel Hoffnung habe ich nicht.
Den Nachmittag nutze ich um die "große Wäsche" auf dem Campingplatz zu erledigen.
Und am Abend genieße ich ich den Sonnenuntergang.
Tag 55, Donnerstag
Heute steht folgendes auf dem Programm:
Nichts
Meine Eindrücke schreibe ich jeden Tag auf, habe aber die letzten Tage nichts veröffentlicht. Hängt auch damit zusammen, dass ich vor der Veröffentlichung mir noch einmal alles durchlese und dann feststelle, dass ich nicht alles veröffentlichen kann. Wegen der Zensur bei mir Kopf.
Heute will ich aber alles fertigschreiben und veröffentlichen.
Am Nachmittag treffen weitere Rhön Camper für die Nomad Marokko Tour von Rhön Camp ein. Einige kenne ich bereist, andere lerne ich kennen.
Am Abend gehen wir zusammen in einem nahgelegen Restaurant, in dem wir fast schon Stammgäste sind essen. Wie immer sehr vegan......
Weil ich mich gesund ernähren will entscheide ich mich für Salat, Gemüse bzw. frittiertes Gemüse und ein wenig Cheddar Käse sowie gebratenen Chicken......
Und dann wird es wieder Katholisch, das Servieren des Kardinal Mendoza (Brandy) zelebriert der Kellner wunderbar.
Tag 56, Freitag
Bei meinem morgendlichen Frühsport stelle ich fest, dass das Wetter heute nicht sehr schön wird.
Ein Nieselregen der fast an den ganzen Tag anhalten wird setzt ein. Ich fahre nach Tarifa um Lebensmittel einzukaufen.
Den Rest des Tages ruhe ich mich aus. Und freue mich dass noch mehr Teilnehmen unserer Tour eintreffen.
Tag 57, Samstag
Heute regnet es nicht mehr. D.h. Auto aufräumen und putzen. Und ich beziehe mein Bett mit Bettwäsche im Africa Style (zumindest halte ich die dafür).
Abends gehen wir alle gemeinsam wieder in unser "Stammlokal" essen.
Ich habe mich heute für Thunfisch entschieden.
Einige Teilnehmer, es sind ingesamt 10 Rhön Camp Reisemobile, stoßen erst am Sonntag zur Gruppe. Bzw. kommen mit der Fähre von Genua nach Tanger Med.
Bei den Reisemobilen handelt es überwiegend um die Nachkommen meiner Tante Inge, also dem Rhön Camp Rebell.. Wenn ich daran denke wie 2021 mit den Planungen für meinem Rebell alles begonnen hat. Das wäre eine eigene Story. Auch dass mittlerweile so viel verlauft wurden. Damit hatte damals, auch der Inhaber Mario Volklandt nicht gerechnet. Ein Grund des Erfolges ist sicher auch, dass das Fahrzeug konsequent nach Kundenwünschen (ich) gepaart mit den Erfahrungen von Mario Volklandt und seinem Team im Rahmen der technischen Möglichkeiten und gesetzlichen Anforderungen geplant und gebaut wurde. Gruß nach Schildeck und Danke an das gesamte Team. Ausschlaggebend für den weiteren Erfolg ist auch die Weiterentwicklung der Rebell Reihe. So das bis heute jeder Rebell ein individuell nach den Wünschen der Käufer fast ein Einzelfahrzeug ist. Wie viele Rebell bis heute gebaut wurden? Ich weis es nicht genau, Rhön Camp hält sich mit Zahlen ein wenig bedeckt. Zwischen 60 - 70 Rebell könnten mittlerweile verkauft wurden sein.
Unsere Reise Truppe scheint sehr homogen zu sein. Wir haben alle viel zusammen viel Spaß. Beim Essen. Und auch beim trinken.
Und mit uns auch die Mädels vom Nachbartisch..........Das ganze Lokal hat etwas davon........
Tag 58, Sonntag
Am Montag fährt 07:00 Uhr unsere von Algeciras nach Tanger Med. Ca. 2 Stunden vor Abfahrt müssen am Terminal sein. Das bedeutet vor 05:00 Uhr aufstehen. Wie ich das schaffen soll ist mir aktuell unklar.
Wir beschließen bereits am Sonntag nach Algeciras zu fahren um in Nähe des Fährhafen zu übernachten. Sicher ist Sicher.
In Häfen oder deren Nähe sind die Parkplätze nicht immer die schönsten Plätze. Aber wir haben einen gefunden von dem es nur ca. 10min Fahrt bis zum Ableger der Fähre sind. Die Gruppe ist fast vollständig, die Fähre von Genua mit Jana und Mario Volklandt hat leider erhebliche Verspätung. Die beiden werden wahrscheinlich erst bei uns in Marokko eintreffen wenn wir schon längst schlafen. Hauptsache sie sind dann leise und stören nicht unseren Schlaf.
Auf dem Platz wird noch ein wenig gefachsimpelt und gebastelt.
. Noch eine Nach träumen von Marokko.
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