Intro:
Der aktuelle Reisbericht hat dieses mal etwas auf sich warten lassen. Ich hatte einfach zu viel zu tun. Dann hat der Dienstleiter der Webseite einiges geändert. Z.b. das Texte mit der KI erstellt werden können. Nichts für mich. Texte ohne KI zu erstellen ist jetzt schwieriger geworden. Das soll Fortschritt sein?
Wenn es kommende Woche nach Marokko geht, werde ich alle zwei Tage einen Bericht schreiben. Wahrscheinlich.
Nachtrag zum Tag 42
Auf dem schönen Übernachtungsplatz habe ich wie so oft noch interessante Leute kennengelernt.
An einem Wohnmobil habe ich einen "Engerling" Aufkleber neben vielen anderen (u.a. Monokel) gesehen. Das sind Band aus dem Beitrittsgebiet. Mit dem Camper kam ich schnell ins Gespräch. Er kommt aus der Lausitz und ist in Spanien u.a. zum Angeln unterwegs.
Seine große Leidenschaft ist allerdings die Musik. Und vor allem die als Ost Band "Engerling".
Engerling war in der ehemaligen DDR eine bekanntesten Rock-Blues Band's. Größter Hit der Band in den 80er "Mamma Wilson".
Ein Blues über die Mutter des früh (1970) verstorbenen US. Blues Sänger von Canned Heat, Al Wilson. In der DDR ein Lied über einen weißen US Blues Sänger zu singen war fast unmöglich. Engerling wurde so in der DDR Blueszone zur Legende, lehnte die Vereinnahmung durch den SED Staat allerdings ab. Der große kommerzielle Erfolg blieb somit verwehrt.
Die Band ist bis heute immer noch äußerst erfolgreich u.a. mit Mytch Rider und Uschi Brüning unterwegs. In den letzten Jahren habe ich einige Konzerte von Engerling besucht. Immer ein Erlebnis und besser als diese RumBumRumBum "Musik" oder der ganze KI generierte Schwachsinn.
Und wir haben uns bis spät in der Abend über Musik unterhalten und dabei unsere Biervorrat erheblichdezimiert.
An meinen Wohnmobil klebt jetzt hinten an der Klappe auch ein Engerling Aufkleber.
Tag 43, Sonntag
Ich habe beschlossen weiter in das Landesinnere zu fahren.
Besuche aber noch den Brunnen andem die Schiffe von Kolumbus vor der Fahrt nach Indien mit Wasser gefüllt wurden. Leider konnte ich hier kein Wasser auffüllen. Der Brunnen ist versiegt und ein wenig vermüllt.
1992 zum 500jährigen Jubiläum wurde hier einiges saniert bzw. "Tourismusgerecht" hergerichtet Aber seitdem verfällt das wieder, bis zum nächsten Jubiläum.
Dann habe ich noch die Kirche besucht vor welcher Kolumbus die Namen der mitfahrenden Matrosen verkündete. Entgegen diverser filmischer Darstellungen wurden keine Strafgefangene den man die Freiheit nach der Reise versprach, auf das Schiff verpflichtet.
Die Seeleute waren alle erfahren, bei so einer Reise war es wichtig das Fachleute mit an Bord waren. Frauenquote etc. kannte man damals noch nicht.
Die Kirche war leider geschlossen.
Gegen Mittag fahre ich weiter Richtung Nordosten.
In Aracena, ein Kleinstadt die früher durch Bergbau geprägt wurde und in der heute hochwertige Schuhe gefertigt werden ist beschaulich und von den Touristenmassen verschont. Noch.
In der Stadt waren viele mit einem Pferd unterwegs. Wegen der hohen Kraftstoffkosten? Für einen Liter Diesel habe ich heute 1,66 € bezahlt.
Und wie immer in Spanien spielt sich das Leben in den Bar's und Restaurants ab.
Tag 44 Sonntag
Eigentlich wollte ich gestern noch bis Minas de Riotinto fahren, aber nach dem Stadtbummel in Aracena, es war spät gewurden hatte ich keine Lust mehr. Und ich hatte einen ruhigen Übernachtungsplatz in der Stadt gefunden in unmittelbarer Nähe zu einer Bar. In der ich dann "versackt" bin. Die Spanier sind "Fremden" gegenüber offen und freundlich. Selbst sollte man natürlich auch über diese Eigenschaften verfügen. Ich habe mich den ganzen Abend mit Spanien unterhalten. Ohne das ich Spanische bzw. die Spanier deutsch sprachen.
Heute geht es weiter nach Minas de Riotinto.
Der Name impliziert dass es sich bei diesem Ort und um eine Mine handelt. Stimmt. Aber nicht nur das.
Der Ort ist die Wiege des Spanischen Fussballes. Nun bin ich nicht der allergrößte Fussballfan, eigentlich habe ich überhaupt keine Ahnung vom Fussball. Mitbekommen habe ich dass die vergangenen Tage eine Mannschaft die sich BAYERN München nennt, es spielt tatsächlich kein "Bio Bayer"mehr in der Profi Mannschaft, 2x gegen Real Madrid gewonnen hat. Was mich nicht sonderlich berührt hat. Warum auch?
Minos de Riotonto ist ein Bergbau Ort. Die Mine wurde 1873 von den Engländern übernommen. Der Ort war damals sehr abgelegen und die Engländer fanden Zerstreuung beim Fussball spielen. Das wurde am Anfang von den Eingeborenen mit Skepsis und Belustigung angenommen dass versucht wird ein Kugel mit Fußtritten zwischen zwei bewachte Pfosten zu schießen (mich befremdet das bis heute). Und die Mütter haben den Töchtern verboten diesem komischen treiben zu zusehen weil die Spieler in seltsamen kurzen Hosen gespielt haben.
1878 hat die Bergewerksgesellschaft die erste Fussballmanschaft gegründet. Gegen Ende des 19. Jh. wurde dann die Fussball Leidenschaft geweckt. in den 20er Jahren gab es dann in der 12 000 Einwohner zählenden Stadt über 20 Fussballvereine.
Heute ist von Leidenschaft beim Fussball nichts mehr übrig. Es dreht sich alles nur noch um das Geld. Man sieht es vor allem daran dass die WM in einigen Wochen in USA durchgeführt wird obwohl die einen Völkerrechtswidrigen Angriffskrieg führen. Russland wurden in den letzten 15 Jahren für viel geringere Vergehen sanktioniert. Aber wie hat schon B. Brecht in der Dreigroschenoper geschrieben "Erst kommt das Fressen dann die Moral". Auch unsere Rüstungsindustrie verdient an diesem Krieg kräftig mit.
Aber es hier gibt es immer noch eine große Mine. Hier wurde Kupfererz, Mangan und die seltenen Erden abgebaut. Die letzte Mine wurde im Jahre 2001 wegen der enormen Umweltbelastung geschlossen.
Aber der Profit ist wichtiger. Im Jahre 2016 wurde die Mine wieder eröffnet. Und seitdem wurde die Mine ausgebaut und ist heute einer größten in Europa. Über 250m tief wird hier rund um die Uhr gefördert. Mit fatalen Auswirkungen für die Umwelt.
Die Mine ist beeindruckend, für mich aber auch beängstigend.
Relativ schnell kam ein Wachdienst und der hat mich zum verlassen des Geländes aufgefordert. Das ich fotografiert habe fanden die nicht so toll......schnell weg.
Meine nächste Station ist Alomonster, eine kleine Stadt im Andalusischen Hinterland.
Ich schaue mir die schöne Altstadt an. Maurische Reste sind hier überall zu sehen.
Geplant hatte ich vor allem alte ehemalige Umayyaden Moschee auf dem Berg zu besuchen. Umayyaden Moscheen weisen große Ähnlichkeiten zu christlichen Kirchen auf. Die bekannteste steht in Syrien bei Aleppo und wurde 2006 vom Papst Benedikt besucht. Weil in dieser Moschee eine Hand von Joahnnes dem Täufer aufbewahrt sein soll den bekanntlich Christen und Moslems gemeinsam verehren.Hier muss ich auf meinen Bericht von der Kaukasus Tour 2025 verweisen, Johannes der Täufer hat vermutlich über mehr als zwei Hände verfügt. In der Tükei liegen in einige Moscheen auch Hände von Johannes dem Täufer.
Ich fühle mich den ganzen Nachmittag nicht wohl und beschließe nicht den beschwerlichen Weg auf den Berg zur Moschee zu laufen und fahre weiter nach Aracena wo in ich in der Stadt einen offiziellen Wohnmobilstellplatz finde.
Mittlerweile fühle ich mich immer unwohler und versuche früh zu schlafen.
Tag 45 Montag.
Irgendetwas hat meinen Magen-Darm Trakt angegriffen. Details werde ich nicht beschreiben. Nur so viel. Die halbe Nacht saß ich auf der Toilette und musste mich auch mehrmals übergeben.
Am frühen Morgen beruhigen sich o.g. Organe ein wenig und ich kann noch einige Stunden schlafen.
Dennoch fühle ich mich am Morgen wie durch den Fleischwolf gedreht. Ohne Frühstück versuche einen einen kleine Stadtbummel zu machen. Fühle mich aber etwas schwach. Aber das Städtchen ist schön.
An einem solchen "Waschsalon" haben früher die Frauen die Wäsche gewaschen. An den Steinen die Wäsche zu schrubbeln muss sehr anstrengend gewesen sein.
Wie gut das 1901 ein Herr Carl Miele aus einem Butterfass die erste Waschmaschine entwickelt. Eine große Entlastung für die Frauen ;).
Der Spaziergang hat mir gut getan. Ich fühle mich fit genug um weiterzufahren.
Und genieße die schöne Landschaft auf leeren Straßen........
Mein Ziel war die alte Stadt Carmona.
Leider habe ich keinen Park- bzw. Übernachtungsplatz gefunden. Direrkt an einer Haupstrasse wollte ich nicht übernachten.......
Schade, die Stadt soll sehr schön sein.
20km weiter in Märchena finde ich an einem Sportplark bzw. Spielplatz einen ruhigen Übernachtungsplatz.
Bemerkenswert finde ich die Hinweistsafel an einem Spielplatz.
Der Spielplatz ist für Kinder von 5 -12 Jahren. Und hat geöffnet von 08:00 Uhr - 00:00 Uhr !!
Tag 46, Dienstag
Endlich konnte ich wieder durchschlafen und bin erst gegen 09:00 Uhr wachgeworden.
Heute ist ein "Fahrtag" Durch die schöne Andalusische Landschaft mit vielen Olivenhainen geht es nach El Chorro.
In El Chorro finde ich überraschend am Rande eines Parkplatzes einen schönen Platz mit Blick auf dem Stausee.
Der Stausee ist hier ein Pumpspeicher Kraftwerk. Ist viel Strom vorhanden, wird das Wasser dem Berg hinaufgepumpt. Wird Strom benötigt wird das Wasser über Röhren Berg ab zu den Turbinen geleitet und so Strom erzeugt.
Hier in der Nähe bedindet sich das Ende des Caminito del Rey. Bekannt als der gefährlichster Wanderwerg der Welt.
Tickets für den Wanderweg, der Zugang ist begrenzt, können nur online gebucht werden. Und die sind die nächsten Wochen ausgebucht. Über Reiseagenturen können allerdings geführte Touren, auch kurzfristig gebucht werden. Ein Schelm der böses dabei denkt.
Mir blieb nichts anderer übrig als eine geführte Tour mit einem deutschprachigen Führer zu buchen. 50 €, das 3-fache des Eintrittspreises.
Egal, ich freue mich darauf.
Ich mache Nachmittags noch eine Erkundungstour und bin überdie Massen an Touristen erstaunt die hier am Ende des Weges ankommen.
Tag 47, Mittwoch
Mitten in der Nacht muss ich aufstehen und zum Treffpunkt laufen. 09:00 Uhr muss ich am Treffpunkt sein. Wir sind ca. 10 Wanderer und unser Führer ist eine Frau Führer ;).
Mit einem Shuttle Bus geht es zum Startpunkt, wir müssen durch ein langen Tunnel laufen bis wir am Eingang sind.
Am Eingang bekommen wir Helme (Pflicht) und dann geht es los.
Der Caminito del Rey war ursprünglich ein Weg den die Bauarbeiter für den Bau und später für die Wartung eines Staudam bzw. des Rohr- und Kanasystem gebaut haben. Irgendwann hat der Tourismus den Weg "entdeckt". Der ca. 7,5 km war aber kein "klassischer" Wanderweg. Eigentlich war es ein Klettersteig mit einer Seilrutsche ab Ende des Weges. Es gab auch zb. keine Geländer aber auch viele Steinschläge so dass es jährlich mehrere tödliche Unfälle zu verzeichnen gab. 2000 gab es innerhalb weniger Tage vier tödliche Unfälle, der "gefährlichste Wanderweg der Welt" wurde daraufhin weitestgehend für den Publikumsverkehr geschlossen.
Nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen wurde 2015 wurde der Weg wiederöffent, tödlich Unfälle sind mittlerweile relativ selten. Warntafeln zu Beginn des Weges weisen immer noch darauf hin, dann man auf dem Weg zu Tode kommen kann.
Da ich das Risiko liebe musste ich den Weg natürlich gehen.
Der Weg hat mehrere unterschiedlich Abschnitte. Der erste Teil führt am Rande der Felsen und entlang dem Fluss bzw. dem alten Kanalsystem.
Die Höhlen in dem Sandstein wurden nicht von Menschen geschaffen wurden aber von den Bauarbeitern während der Bauzeit zum Wohnen genutzt.
In diesem Haus hat bis in die 70er Jahre ein Arbeiter der die Kanäle gewartet hatte mit seiner Familie gewohnt. Nur Strom, kein Fernsehen, Internetzusw.. Im Ergebnis dieser Abgeschiedenheit hatte die Familie 11 Kinder (so sichert man die Rente). Die Kinder musste jeden Tag knapp 5km (einfache Strecke) laufen um zur Schule zu kommen. Für Kinder in D. heute unvorstellbar. Den hochbegabten Prinzessinnen und Prinzen bei uns wird so etwas heute nicht mehr zugemutet. Auch wenn nur 500m Entfernung zur Schule zu "überwinden" sind, wird das mit SUV erledigt. Möglichst "klimaneutral" im 600 PS E-Auto.
Und dann beginnt der Gefährliche Teil. Ein Klettersteig entlang der Schlucht, teilweise bis 250m tief (die Schlucht). An einigen Stellen stehen Sicherungsposten, auch damit sich nicht viele Wanderer an einer Stelle stehen bleiben. Wegen dem Gewicht, ich werde doppelt gezählt. Da ich aber früh unterwegs bin, ist nicht viel Verkehr. Ab Mittag, wenn die Neckermann Touristen von der Küste kommen, geht es hier anders zu.
Gut das Schild vor der Brücke auf die Gefahr hinweist.....so kann nichts passieren....
Und auf einmal entdecke ein zu Stein gewordene Muschel. Sicher einige Million Jahre alt. D. h. aber auch dass das hier einmal vom Meer überflutet war. Da hat man vor vielen Millionen Jahren nicht auf den Co2 Gehalt geachtet und der Meeresspiegel hat sich erhöht. Gut das wir heute unsere Grünen haben die uns genau darüber aufklären, permanent und wie Jehovas Zeugen den Weltuntergang voraussagen......
Die ca. 3 Stunden auf dem Weg sind wie im Flug vergangen. Der Weg war ein Erlebnis. Am liebsten wäre ich dem Weg auch wieder zurückgelaufen. Aber es ist ein One Way Weg. Schade.
Wer in die Region Andalusien fährt sollte dem Weg unbedingt laufen. Am besten früh oder am späten Nachmittag. Und nicht im Hochsommer.
Konditionell war das alles für mich keine Herausforderung. Aber ich beschließe nicht weiterzufahren und noch ein Nacht am See zu bleiben. Seltsamerweise schlafe ich schon gegen 20:00 Uhr ein.
Tag 48, Donnerstag
Ich habe die ganze Nacht durchgeschlafen, die Wanderung gestern war wahrscheinlich doch anstrengend.
Heute will ich weiter in Richtung Küste nach Gibraltar fahren.
Ich fahre eine Nebenstrecke durch eine von vielen Oliven Bäumen geprägte Landschaft. Und den weißen Dörfern Andalusiens.
Dann taucht er vor mir auf, der berühmte Felsen von Gibraltar.
Auf Spanischer Seite gibt es im Hafen einen großen Wohnmobilstellplatz. Von hier kann man, wenn man eine gute Kondition wie ich hat, bequem nach Gibraltar laufen.
Gibraltar ist bis heute eine Englische Kolonie und das führt gelegentlich immer noch zu Konflikten mit England. Ab und zu wird ein wenig geschossen wenn Fischerboote beider Seiten irgendwelche Zonen nicht einhalten. Aber das die Grenze geschlossen oder blockiert wird wie noch vor ca. 20 Jahren kommt heute nicht mehr vor. Man sollte aber auf Trump aufpassen. Falls er einmal Gibraltar haben will. Strategisch ist Gibraltar immer noch wichtig.
Gibraltar gehört nicht zur EU und auch nicht zum Scheenger abkommen. D.h. Kontrollen an der Grenze die aber sehr oberflächlich sind.
Dennoch muss ich warten. Der Fußweg nach der Grenze führt über die Start und Landebahn des Flughafen von Gibraltar und es landete gerade ein Flugzeug.
Man hat nicht oft Gelegenheit über eine Landebahn zu laufen.
Das Gibralatar zu Engeland gehört merkt man zunächst nicht, die Autos fahren auf der richtigen Seite. Wenig bekannt ist, dass es in Österreich bis 1938 auch die Autos links gefahren sind.
Gibraltar hat eine eigene Währung, das Gibraltar Pfund. Nur hier kann man damit bezahlen. Auch nicht in England.
Die Seilbahn auf den Affenfelsen war außer Betrieb. Taxi kostet pauschal 50 €. Laufen wollte ich nicht. Also bummele ich nur durch die Stadt.
Die gilt als Einkaufsparadis für vor allem Luxusuhren und Whisky. An Luxusuhren habe ich keinen Bedarf mehr und mit Whisky kann ich nichts anfangen. Also schlendere ich durch die Stadt und kaufe ich nichts.
John Lennon, unvergessen........
Gibraltar ist bekannt als Steuerparadis und umOff Shore Firmen zu gründen um Geld zu waschen ist hier kein Problem. Ein bekannter Berliner Rechtsanwalt, Chef der Mauermörderpartei hat hier mit dem Sohn von DDR Spionage Chef Markus Wolf Anfang der 90er verschiedene Firmen gegründet um das SED Parteivermögen dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Und aus Firmenkonglomerat von Schalk-Golodkowski war einiges Vermögen vorhanden. Es soll sich um mehre Hundert Millionen DM gehandelt haben. Und dieser Rechtsanwalt hat dann für die SED Nachfolgepartei noch 32 Jahre im Bundestag sich nutzlos den Hintern breit gesessen und ca. 3.2 Mio € (Netto) an Diäten kassiert. Aber als Populist und angeblich Rhetorisch begabt kam er bei vielen gut an. Dabei hat er immer den gleichen Unsinn erzählt. Und wenn er fertig war, hat er wieder von vorne angefangen.....
Unvergessen für mich als ihm Wolf Biermann vor einigen Jahren im Bundestag die Leviten gelesen hat. Sein Gesicht war damals zu Maske erstarrt, er hatte keine Argumente dagegen.........
Nach dem Wandern gestern tat mir der Stadtbummel gut, Kaffee trinken, Eis essen......
Ich laufe zum Stellplatz zurück und genieße im Hafen den Abend. Und schaue mir die Yachten und den Sonnenuntergang,
Tag 49, Freitag
Der schöne Tag gestern hat leider unschön geendet.
Die Sonne war gerade untergegangen als sich Franzosen mit einem Wohnmobil noch zwischen mein und dem Wohnmobil meiner Nachbarn (Dänen) gequetscht haben. Obwohl Platz an anderen Stellen genug vorhanden war.
Als der Däne und ich unseren Unmut äußerten wurde der Franzose noch frech und hat sich über unseren Campingstühle die außen standen, aufgeregt. Das wäre verboten. Das andere Franzosen ein Stück weiter mehrere Tische und Stühle zum Feiern zusammengestellt haben, hat er ignoriert.
Ich wollte mich nicht aufregen und schon gar nicht wegen einem durchgeknallten Franzosen und seiner Frau.
Später haben die dann auch noch das Grauwasser aus dem Wohnmobil auf dem Platz abgelassen. Obwohl eine Entsorgungssation keine 100m entfernt war.
Ich bin nicht nachtragend aber ich vergesse nichts.
Ich bin um 05:45 Uhr aufgestanden um mein Wohnmobil innen zu reinigen. Mit einem Staubsauger. Und mit Musik. Die ich dann sehr laut stellen musste, wegen dem Staubsauger. Ein wenig gesungen habe ich dabei auch. Nicht schön aber laut.
Kurz nach beginn meiner notwendigen Reinigungsarbeiten war der Franzose bei mir und stammelte irgendetwas auf Französisch. Was ich aber nicht verstanden habe. Vermutlich wollte er noch schlafen. Seine Reisebegleiterin die zu dieser frühen Stunde etwas zerknautscht aussah, wollte auch noch irgendetwas von mir. Mangels Sprachkenntnisse konnten wir uns aber nicht verständigen. Ich habe mich von den beiden nicht stören lassen.
Ich glaube die Franzosen haben nicht mehr geschlafen. Dabei gab es auf dem großen Gelände so viel Platz. Aber wenn man "Kuschelcamping" haben will, dann muss man auch mit den Nachteilen leben. Z.b. das der Nachbar früh sein Wohnmobil reinigt.Und dabei singt.
Gegen 07 Uhr war ich fertig, Duschen und Frühstücken folgten.
Als ich abfahren wollte sehe ich das gerade ein Kreuzfahrtschiff in Gibraltar eingelaufen war.
Nachdem ich mein Parkticket, 15 € für die Nacht in der Lage ist sehr günstig stand an einer Waschbox noch die Außenwäsche von Tante Inge an. Bei meiner Kaukasus Tour im letzten Jahr habe ich gelernt, dass es an Waschboxen keine Bürsten gibt. Pfiffig wie ich bin, habe ich meine eigene Waschbürste mit. Nachdem Waschen glänzte Tante Inge wieder jungfräulich.
Die kommende Woche beginnende Tour durch Marokko ist eine von Rhön Camp gemeinsam mir Maroccaravan veranstaltete Kundenreise. Da ich einige der Teilnehmer kenne und weil ich sowieso nach Marokko wollte, habe ich mich dieser kleinen Gruppe angeschlossen. Obwohl man Marokko auch Problemlos allein bereisen kann.
Am Vorabend habe ich die Info erhalten, dass der erste Teilnehmer (Hajo) bereits bei Tarifa auf einen Campingplatz steht. Da ich vor der Fährüberfahrt nach Marokko am 27.04 geplant hatte noch einige Tage Urlaub auf einen Campingplatz zu machen bin ich von Gibraltar zu dem Campingplatz gefahren. Kathedralen, Festungen und andere Ruinen habe ich seit Ende Februar genug gesehen, ein wenig Ruhe wird mir sicherlich nicht schaden. Zudem mein Magen Darm immer noch ein wenig rebelliert.
Tarifa liegt umittelbar an der Strasse von Gibraltar, d.h. es ist windig und es sind viele Surfer hier.
Der Campingplatz liegt aber geschützt und ist nicht zu groß. Und man kann von hier nach Afrika schauen. Es sind nur 15km.
Ich stelle mich neben Hajo, zwei Rebell nebeneinander auf einem Campingplatz sieht man nicht so haufig.
Hajo ist seit Jahrzehnten Camper, bis in die Mongolei war er mit dem Wohnmobil .Mittlerweile ist er 75 Jahre und noch unglaublich fit. Das macht mich Hoffnungsvoll für die Zukunft.......;)
Hühner laufen auf dem Campingplatz auch rum. Daraus könnte man ein leckerer Brathähnchen machen, aber wir können uns nicht entscheiden wer das Huhn schlachtet.
Tag 50, Samstag
Endlich Wochenende.
Heute ist der Beach und Baden angesagt. Zum Strand sind es nur wenige Meter........
Obwohl das Wasser kalt ist, habe ich mich in das Wasser getraut......
Und genieße den Blick über das Meer nach Afrika.........nioch eine Woche dann geht die Tour da weiter......ich kann es kaum erwarten.
Hier sind überwiegend sogenannte Kite Surfer unterwegs. D.h. mit einem Segel wird gesurft. Und das mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Manche heben auch damit ab und fliegen einige Meter. Macht bestimmt mehr Spaß als das Surfen welches ich in Portugal beobachtet habe. Hier gibt es auch Surf Schulen. Ich überlege kurz ob das was für mich wäre. Verwerfe dann aber diesen Gedanken......wobei bei mir durch die Erdanziehungskraft nicht die Gefahr besteht, dass ich fliege......
Auf einen Campingplatz lernt man, wenn man will immer Leute kennen. So auch hier. Vor allem Hajo hat Kontakte zu zwei allein reisenden jungen Frauen "hergestellt" mit denen und einem Paar aus der Schweiz wir dann am Abend essen waren. Wir hatte viel Spaß, solche Abend sollten nie vorbeigehen.......
Die beiden jungen Frauen haben vom Alter her auch gut zu uns gepasst, zusammen waren sie schon 67 Jahre......also älter als ich....
Ich habe Octopus mit Olivenöl Pommes gegessen.....lecker.
Die nächsten Tage habe ich ein umfangreiches Programm (Meer, Meer, Meer)...mehr in meinem nächsten Reisebericht.
Kommentar hinzufügen
Kommentare