Tag 37 - 42, Surfer ohne Segel, Alice Schwarzer und Kolumbus. Pyrit

Veröffentlicht am 12. April 2026 um 19:51

Intro:

Heute ist Sonntag der 12.04.2026. 

Am 12.08.1492 ist Kolumbus von Palos de la Frontera nach Indien auf einem unbekannten Weg, den es lt. der Lehre der Kirche es gar nicht geben durfte aufgebrochen. Aber er hat es dennoch gemacht. 

Das ist heute am 12.04.2026 genau 533 Jahre bzw. 194 917 Tage her. 

 

Der aktuelle Reisebericht hat etwas auf sich warten lassen. Es gab viel zu sehen. Habe einige  interessante Menschen kennengelernt. Und mir fehlte auch ein wenig die Zeit alles "ordentlich" aufzuschreiben. 

Notizen mache ich  mir jeden Tag. Die sind aber nicht immer "druckreif".

Auch wenn es aktuell eine Woche zu lesen gibt viel Spaß beim lesen. Ich hoffe es nicht zu viel. 

 

 

Tag 37, Montag 

 

Montag, eine neue Woche beginnt. Ich weis es zu schätzen das es keine Arbeitswoche ist. Und überlege wieviel Wochen bin ich denn schon unterwegs? 

Das Zweitgefühlt ist weg, ich muss  den  Kalender befragen: Es ist die sechste Woche. 

Und es völlig egal wieviel Zeit hinter mir liegt. Entscheidend ist was noch kommt. 

Ich "packe" alles zusammen und komme erst gegen 11 Uhr von dem Campingplatz weg. Zum Abschied wird mir noch ein Glas Rotwein angeboten. Ich muss (leider) verzichten, sonst wird es heute nichts mit dem fahren. 

Im nächsten Ort überraschen mich die vielen Autos an der Tankstelle. Obwohl der Liter Diesel hier auch 2,19 € kostet. Stehen Rationierungen an. Über das Internetz kann ich nichts erfahren, ich fahre beunruhigt weiter. 

Am Zufluss des Rio Mira zum Atlantik  mache ich einen kurzen Stopp und genieße die Aussicht. 

Ich fahre dem Meer entlang Richtung Südwesten durch eine schöne Landschaft mit Kiefern und Korkeichenwäldern. Der Verkehr ist übersichtlich. 

Mein Ziel ist Sagres, der Südwestlichste Zipfel Portugal. 

Am Ortseingang kaufe ich noch in einem Supermarkt ein. Treffe dort zufällig meine Reisebekannten wieder. Und es erstaunt mich das an dem Supermarkt der Diesel nur 1,98 € /L kostet. Und die Tankstelle ist leer. Egal ich tanke und bin zufrieden. Mit dem vollen Tank komme ich jetzt bis Spanien. 

Sagres ist nicht nur der Südwestlichstes Zipfel Portugal. Früher war es ein Treffpunkt der Hippis und heute ein Hot Spot der Surfer. 

Die ersten Surfer sehe ich im Supermarkt und schaffe mir gleich ein erste Vorurteil über die Surfer:

Meistens zwischen 20 und 35 Jahre alt, Braungebrannt, lange zottelige ungepflegte Haare und wenn es Männer sind dann  schlecht rassiert. >35 Jahre trifft alles genauso zu nur mit der Ausnahme, dass die Haare nur noch an der Seite lang und zottelig sind. Die fehlende Haare oben werden mit seltsamen Wollmützen kaschiert. 

Die Landzunge mit der Steilküste ist beeindruckend. Ich beobachte die Surfer und stelle fest das die ohne Segel surfen. 

Surfen besteht darin, längere Zeit im Wasser auf dem Surfbrett zu liegen und auf eine große Welle zu warten. Kommt eine Welle, dann wird auf der Welle stehend oder liegend auf dem Surfbrett mit "geritten". Das sind aber längstens 15m. Und dann beginnt alles wieder von vorn. 

Die Landzunge wird geprägt durch eine ca. 1000 Jahre alte Festung. Hier hatte Heinrich der Seefahrer seine berühmte Seefahrerschule. Die Festung ist ein Nationaldenkmal Portugals. 

Am Festungstor kann man noch das Wappen von Heinrich dem Seefahrer erkennen. 

Ich war an einem Montag da und die Festung hatte natürlich geschlossen. Und nur durch die Festung kann zum Südwestlichsten Punkt kommen. 

Aber es gibt dennoch schöne Ausschichten auf die Klippen, dass Meer, die Ferne und mich........

Auf einer nördlich gelegenen Landzunge steht noch ein alter Leuchtturm. Dort soll es die "südwestlichste" Bratwurst Portugals geben und auch tolle Sonnenuntergänge. Die Bratwürste werden garantiert keine Thüringer sein, Sonnenuntergänge habe ich schon genug gesehen. Ich verzichte. 

Auf dem Parklplatz an der Landzunge stehen "etliche" CamperVans nicht nur der Surfer. Aber das Parken ist nur bis 22 Uhr erlaubt. Übernachten ist nirgendwo in Sagres erlaubt. Und die Buße kann bis zu 600 € betragen. 

Weil es immer mehr Camper wurden, hat die Regionalregierung in 2025 diese strengen Regeln eingeführt. Und ich kann das auch verstehen. Viele der CamperVans verfügen über keine Toiletten bzw. Chemietoiletten werden in der Natur entsorgt. Es gibt zwei  Campingplätze in Sagres die den Namen nicht verdienen und völlig überteuert sind.

Diese  Reglementierungen bestehen mittlerweile an der gesamten Algarve. Das einstige Hippi Paradies gibt es nicht mehr. 

Für mich ist das alles nichts, fast fluchtartig verlasse ich Sagres Richtung Osten. 

Und fahre durch eine Landschaft die vom Töpfer Handwerk geprägt wird. 

In Lagos einer relativ großen Stadt an der Algarve finde ich im Hinterland an einem Stadion einen sehr ruhigen Platz zum übernachten. Wo ich keinen störe und ich auch nicht gestört werde. Und "Aussicht" gibt es auch. 

Tag 38, Dienstag 

 

Am Abend habe ich beschlossen die Küste der Algarve zu verlassen. Ist mir zu touristisch und zu reglementiert. 

Ich fahre in das Hinterland, mein Ziel ist die Stadt Silves. 

Silva ist eine ca. 1000 Jahre alte Kleinstadt. Phönizier, Karthager, Römer, Mauren alle waren hier. Und war einmal Hauptstadt des Emirates Taifa. 

Heute lebt die Stadt vom Tourismus und der Korkindustrie. 

Das die Mauren die Stadt prägten kann man immer noch erkennen. 

1000 Jahre alt ist auch die Festung mit einem Statue von König Sanchos I. Das Berühren des Schwertes soll Glück bringen. Ich habe das Schwert berührt. Und es bringt mir kein Glück. 

Ich kaufe in einem Supermarkt noch ein wenig Chappi und auf dem Parkplatz passiert es. 

Die Parkplätze in Spanien sind häufig mit ca. 3m hohen Dächern überdacht. 

Ich passe beim Abfahren vom Supermarkt nicht auf und bleibe Backbord, wenn auch nur kurz mit dem Kofferaufbau von Tante Inge an so einem Dach hängen. 

Ein ca. 8 cm und nicht sehr tiefer Kratzer am Eckprofil ist die Folge. 

Schock, das wird teuer. Ich nehme  schnell meine Blutdrucktabletten damit ich nicht kollabiere. Und schaue mir den Schaden genauer an bzw. fotografiere die Beschädigung. 

Das Foto sende ich gleich an RhönCamp. An Chef Mario Volklandt. Ist ja für mich wichtig. 

Die Antwort kommt prompt. 

Kein große Sache. 

Das Eckprofil besteht aus GFK und das kann ohne weiteres verspachtelt und die schadhafte Stelle überlackiert werden. Wird Anfang Juni während ich mit Rhön Camp bzw. am Stand von Rhön Camp auf der Abenteuer Allrad Messe in Bad Kissingen bin, erldigt. Die Gage wird es kosten ;). 

Gut das es keine Alu Profile sind (GFK ist auch die bessere Lösung und setze sich mittlerweile durch). Und auch das es auch nicht Seitenwand erwischt hat. 

Ich klebe alles mit Panzer Tape ab und gut ist. Und passe ab sofort besser auf. 

 

Wenn ich mir meine Pannenstatistik der aktuellen Reise so ansehe, fällt die nicht gut aus. 

Feststellbremse hinten fest, repariert bei MB in Santagio de Compestola. 1000 € 

Fliegenklatsche in Leon gebrochen, Ersatzbeschaffung 3,90 € 

Espresso Siebträgermachine undicht, nutze ich bis die gar nicht mehr geht. Und dann muss ich eine neue beschaffen. 

Beschädigung Kofferausfbau. Kosten?: Überraschung. 

Mal sehen was noch alles kommt. 

Ganz in der Nähe finde ich an einem Stausee einen ruhigen Übernachtungsplatz. Es stehen auch einige Surfer mit ihren Vans hier.  Wahrscheinlich wurden die von der Küste vertrieben. 

Aber es ist sehr ruhig, ganz nach meinem Geschmack. 

Es regnet ein wenig aber es ist warm. In den kommenden Tagen soll auch wieder die Sonne scheinen. 

Tag 39, Mittwoch 

 

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Nordosten, wenn alles klappt werde ich heute die Grenze nach Spanien passieren. 

Es ist wie immer kein Verkehr, die Landschaft ist dünn besiedelt.  Einige Bauernhöfe sind zu sehen, die meisten sind verlassen. Ackerbau findet hier kaum statt, meistens nur Viehzucht. Schafe, Schafe und noch einmal Schafe. 

Ich genieße die in der Blüte stehende Landschaft und mache viele Pausen und genieße. 

Aber mich plagen seit früh Zahnschmerzen. Ein Backenzahn rebelliert. Und das obwohl ich vor dem Urlaub noch beim Zahnarzt war. Und das will etwas heisen. 

Es gibt zwei Menschen vor denen ich Angst habe. Einer davon ist mein Zahnarzt. Obwohl er sich sehr viel Mühe gibt mich schmerzfrei zu behandeln. Aber ich bin sehr "schmerzsensibel". 

Die Zähne sind in Ordnung, nur das Zahnschleif ist entzündet. Ich habe in einer Apotheke medizinische Mundspülung gekauft. Hoffe das hilft. 

Der zweite Mensch vor dem ich Angst habe ist Alice Schwarzer. 

Mein nächstes Ziel ist die alte Festungsstad Mertola. 

Die ersten Anfänge der Stadt reichen ca. 3000 Jahre zurück. Hier wurden Hinkelsteine aus dieser Zeit gefunden. Ich dachte der Name Hinkelstein ist eine Erfindung von Asterix und Obelix und stelle fest das es die Hinkelsteine tatsächlich gibt. Der korrekte Name lautet allerdings Menhir.

Die Stadt hat ein lange Geschichte und gehörte einst auch einmal zu Karthago. Aus fast allen Epochen gibt es heute noch Zeugnisse zu sehen. 

Nach Spanien fahre ich heute nicht mehr. Ich habe die Entfernung unterschätzt und außerdem habe ich: ZEIT

Ich finde durch Zufall einen abgelegenen Platz an einem Fluss. Hier sind nur einige Schafe, die stören nicht und ich. Das sind die Plätze die ich mag. 

Ich plane Abends im Internetz noch die weitere Reise. Es gibt hier vom viel zu entdecken das mir die Entscheidung schwer fällt wo ich als nächstes hinfahre. 

Tag 40, Donnerstag 

 

Heute soll es in Richtung Spanien gehen. Auf dem Weg dahin liegt eine  alte Minenstadt.

Die Mine ist seit 1966 stillgelegt. 

Heute stehen noch die alten Reihenhäuser in dem damals die Minenarbeiter mit ihren Familien gewohnt haben. Einfache Häuser mit nur einem Fenster und gemeinsamer Latrine. 

Die Häuser werden heute immer noch bewohnt. Eine gmeinsame Latrine werden die Bewohner sicher nicht mehr haben. Aber energetisch saniert wurden die Häuser auch nicht. Bei so etwas sind die wir deutschen Weltspitze. 

In der Mine wurde schon seit Zeiten der Römer Kupfer, Gold und Silber und später auch Pyrit,  bekannt auch als Schwefelkies, abgebaut. Daraus lässt sich Narrengold und vor allem Schwefelsäure gewinnen. 

Als die Förderung eingestellt wurde, hat der Bergbaukonzern alles so zurückgelassen und nichts saniert. Die Halden spülen bis heute bei Regen verseuchtes Wasser in das Grundwasser. Auch die Böden sind kontaminiert. Das Wasser im See sowieso. Ich finde etwas seltsam das so ein verseuchtes Gelände als Touristenattraktion vermarktet. Mir macht das nix aus. In der Region in der ich aufgewachsen bin (Leuna, Buna) war die Umweltbelastung noch heftiger. Und ich habe das ohne größere Schäden überlebt. Glaube ich. 

Auf die Kontaminierung wird auf den "Wanderwegen" permanent hingewiesen. 

An diesem Ort halte ich mich nicht lange auf und fahre weiter nach Spanien. 

Ich lese an einem Schild, dass es bis nach Serpa nur knapp 20km sind. Über Serpa habe ich einiges gelesen. Also fahre ich nicht nach Spanien sondern noch nach Serpa. 

In Serpa will ich in der Stadt auf einen hübschen Campingplatz übernachten. Etwas seltsam finde ich dass auf den Stellplätzen teilweise Bäume stehen. Was hat man sich dabei gedacht?

Serpa ist eine bekannte Festivalstadt. Sie gilt als die Hausptstadt des Cante de Alentejano. Diese  Musik gefällt mir besser als der Fado. 

Serpa besticht durch die alte Stadtmauer und dem Grundriss der einer arabischen Medina gleicht. Hier haben fast 300 Jahre die Mauern geherrscht. 

Am späten Nachmittag, das Wetter könnte besser sein, mache ich einen Stadtbummel durch die fast leere Stadt. Im Sommer ist hier richtig Trubel. 

Von der alten Stadtmauer hat man einen schönen Blick auf die Stadt. 

Die Reste des alten Aquäduktes können wegen Renovierung leider nicht besichtigt werden. 

Ein schönes Städtchen mit sehr viel Flair. Der Besuch hat sich gelohnt. 

Tag 41, Freitag 

 

Das Wochenende steht vor Tür, hat bei mir aber keine Auswirkungen;) 

Heute geht es nun endlich nach Spanien, Bis zur Grenze sind es knapp 20km. 

Ich fahre über eine Nebenstrecke die bald ein Feldweg wird. Hier gab es früher viele Schmugglerpfade. Kein Problem für Tante Inge.

Ein altes Grenzgebäude? 

Ich verlasse Portugal mit zwiespältigen Gefühlen. 

Ein landschaftlich wunderschönes Land und sehr gastfreundliche Portugiesen. Aber Portugal ist relativ klein und dafür sind zu viele Touristen im Land. 

Portugal wird deshalb zukünftig nicht zu meinen bevorzugten Reisezielen gehören. Es sein ich entdecke dass sich auf Plastikbretter in das Wasser legen und auf Wellen zu warten, genant surfen, Spaß macht. Aber das ist eher unwahrscheinlich. 

 

In Spanien sind die Straßen wesentlich besser aber in Dörfern kann es schon einmal eng werden. Besonders wenn LKW mir entgegenkommen. 

Je näher ich Richtung Küste komme um so mehr Gewächshäuser stehen am Straßenrand. Schön aus Folie die nicht allzu lange hält und dann in teilen auch im Meer landen wird. Aber es wichtig dass wir auch im Winter frische Tomaten und Erbeeren bei Lidl & Co. kaufen können. Da darf die Umwelt ruhig leiden. 

In Huevela, einer Hafenstadt am Meer steht zunächst ein Besuch in einem Waschsalon an. Die Bedienung der Automaten ist für mich sehr kompliziert. Mit Hilfe eines Spanier gelingt es mir aber die Waschmaschine zu starten. Um dann zu warten. 

Und ich denke nach. Und beobachte. 

Mir fällt auf das der Spanier weiße Wäsche, Buntes und Dunkles alles in eine Maschine wirft. Im Rahmen meiner frühkindlichen Ausbildung  habe ich gelernt, dass weiße Wäsche immer separat gewaschen werden muss. 

Das mach dem Spanier nicht, so richtig weiß sah die Wäsche auch nicht mehr aus. 

Dann fahre ich weiter nach Palos de la Frontera. Ein berühmter Ort. 

Hier finde ich einen schönen Platz, das Übernachten wird hier anders als in Portugal außerhalb der Saison geduldet. 

Am Abend besuche ich noch die originalen Nachbauten der Santa Maria, Punta und Nina.

Mit den zwei Karavellen und der einen Nao ist 1492 Kolumbus  hier in Palos nach Indien mit Fahrtrichtung Westen aufgebrochen.

Dazu fällt mir ein alter Witz ein, dass Kolumbus der erste Sozialist gewesen sein soll:

Der Witz wird dem genialen Franz-Josef Strauss zugeschrieben der damit vor der Abenteuerlichen Finanzpolitik der SPD gewarnt haben soll:

Als er losfuhr wusste er nicht wo er hinfährt 

Als er angekommen war, wusste er nicht wo er war 

Und das alles mit dem Geld anderer Leute 

Franz-Josef Strauß war seiner Zeit weit voraus. Er hat schon 1986 vor "RotGrünen Faschingskommandanten"  in der Regierung gewarnt die das Land ruinieren werden.  Und er sollte leider recht behalten. 

Zurück zu Kolumbus:

Die Nachbauten sind beeindruckend. Ich habe mir die Schiffe größer vorgestellt. Aber die Reise in das Ungewisse war nur mit wendigen und schnellen Karavellen möglich. 

Die Kajüte von Kolumbus 

Die Titanic ist es nicht.....bin auch allein......die Rose fehlt......werde ich wahrscheinlich nie finden.......;) 

Das Wappen von Kolumbus. 

Nicht bekannt war mir, dass Reise nach Indien ein Joint Venture zwischen dem Königreichen von Portugal und Kastilien war. 

Für die Navigation gab es damals wenig Hilfsmittel. Der Quadrant, der Sextant wurde erst 200 Jahre später erfunden war neben den Gestirnen die einzigen Navigationshilfen. So kommt dem 28 Breitengrad entlang gesegelt werden. Und so hat man auch wieder nach Hause gefunden. 

Alle drei Schiffe nebeneinander. 

Ich bin bis zum Schließen des Museum auf den Schiffen. Kolumbus hat mit seiner Reise die Grenzen der bekannten Welt überschritten und damit enormes geleistet. Auch wenn es für den Amerikanischen Kontinent und der deren Einwohner verheerende Folgen hatte. 

Der Spirit dieser Schiffe ist unglaublich..........ich versinke in Gedanken. 

Abends sehe ich mir in der Mediathek den Film "1492" an. Er wird der Leistung Kolumbus nicht annähernd gerecht. 

 

Rund um die Schiffe gibt es verschiedene Hinweise auf die  Ureinwohner auf die Kolumbus damals getroffen ist. 

Und dann entdecke ich diese Hütte die mein Feministisches Herz erst zum Rasen und dann fast zum Stillstand  bringt. 

Eine sexistische, rassistische und Diskrimierende Darstellung des Lebens der Ureinwohner*innen. Wenn das Anna-Lena Baerbock, unsere "Ikone des Feminismus" sieht. 

Tag 42, Samstag 

 

In Palos de la Frontera liegen nicht nur die drei Nachbauten von Kolumbus Flotte. 

Im hier gelegene Franziskaner Kloster Monasterio de Santa María de La Rábida hat Kolumbus seine Reise nach Indien vorbereit. Seemännisch und vor allem Wirtschaftlich. Er musste seine Geldgeber, vor allem die Königen von Kastilien überzeugen. 

Ob er im oder in der Nähe des Klosters gelebt hatte ist heute umstritten. 

Aber er hat hier die Unterstützung der Mönche für die Reise bekommen und hier einige entscheidene Verhandlungen gefüht. 

Das Kloster, ein Nationaldenkmal von Spanien, ist heute teilweise nicht mehr in dem Zustand wie zu Zeiten von Kolumbus. Ein Erdbeben und eine Sturmflut haben das Kloster vor 200 Jahren schwer beschädigt. 

Aber es ist sehenswert.

Die Klosterkapelle mit den Fresken stammen noch aus der Zeit von Kolumbus. 

Auch die restaurierte Kasettedecke stammt noch aus dieser Zeit. 

Die Madonna stammt  auch noch aus der Zeit von Kolumbus. Er soll vor ihr Gebetet haben. Ich bekomme Gänsehaut. 

Und bete auch zwei Vaterunser und zwei Rosenkränze. 

Ich bin dabei ganz allein in der Kapelle. 

Die 54cm hohe Ablasrter Figur aus dem 14. Jh wurde 1993 durch den "Jahrtausendpapst" Johannes Paul II gekrönt. Als "Wiege der Evangilisierung Amerika". Kann man sicher heute anders sehen. Aber man sollte nie den Kontext der Zeit des Ereignisses  aus dem Auge verlieren.  

In diesem Raum soll Kolumbus auch das Sondervermögen zur Finanzierung seiner Reise ausgehandelt haben. Für die Investoren war es allerdings ein Verlustgeschäft. 

Das Kloster wirkt von außen nicht sehr groß. Und überrascht mich dann doch mit seiner größe und seiner Schönheit. 

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.