Tag 20- 23, Reiseabruch? Toledo, ein einsamer Ritter der gegen Windmühlen kämpft und die Extremmadura

Veröffentlicht am 22. März 2026 um 20:58

Intro. 

 

Ich muss die Fortsetzung meines Reiseberichtes mit einigen Gedanken von mir beginnen. Es geht um meine Meinung zu den aktuellen Ereignissen mitzuteilen. Die müssen nicht von anderen geteilt werden. Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und die müssen nicht  gelesen werden, meine Gedanken mussten "raus§. 

Was ist passiert?

Ich bin vor ca. 3 Wochen  am 28.02.2026 gestartet. Die ersten beiden Wochen habe ich ein wenig "gehadert" mit der Tour. Weil die so anders ist als meine Kaukasus Tour im letzten Jahr. 

Die vielen Reglementierungen, insbesondere was das freie Stehen in der Natur  angeht haben mir Anfang ein wenig den Spaß verdorben. Auch das Wetter, Nebel und Regen haben mir zu schaffen gemacht. Und das ich nicht der einzige bin der mit einem Reisemobil unterwegs ist. 

Aber ich mittlerweile meinen Frieden damit gemacht. Es gibt, zumindest außerhalb der Saison noch genügend Plätze in der Natur wo man frei und allein stehen kann. Und ich genieße die sehr gute Infrastruktur wenn es darum geht Grauwasser zu entsorgen bzw. frisches Wasser zu tanken. Und das an den Touristischen Hot Spots fast immer kostenfrei Parkplätze für Wohnmobile gibt. Es liegt auch kein Müll rum, streunende Hunde sehe ich nicht. 

Auch das Wetter wir zunehmend besser, endlich kann ich Abends den Sonnenuntergang vor meiner Tante Inge genießen. 

 

Aber ich mache mir viele Gedanken um das was am 28.02.2026 eingetreten ist. 

Ein gesuchter Kriegsverbrecher der auch  in mehreren Korruptionsskandalen verwickelt ist und im November wiedergewählt werden will, sowie ein narzisstischer und debiler zum Schwachsinn neigender Präsident haben am 28.02. einen  sinnlosen Krieg angefangen der zunehmend außer Kontrolle gerät. 

Die Aktienmärkte brechen zusammen, die Energiekosten gehen in die Höhe. Und es ist keine Ende abzusehen. 

Ich habe die Befürchtung, dass der Krieg noch eine Weile anhält und wir möglicherweise wieder ein Energiekrise mit Fahrverboten wie in den 70er Jahren bekommen. Übrigens war Israel damals indirekt auch  eine der Ursachen. 

Was ist wenn die Kraftstoffe rationiert werden müssen. Und dann? 

Aus diesem Grunde habe ich an einen Reiseabruch gedacht um  möglichst schnell wieder nach Hause zu fahren. Sicher ist sicher. 

Mittlerweile habe ich diesen Gedanken ersteinmal verworfen, ich hoffe das in den nächsten Tagen die Vernunft siegt. 

 

Was mich wundert, dass es in Europa und Amerika keine Demonstrationen gegen diesen Krieg gibt.

Aufgrund der Hochrüstung im kalten Krieg ist aus der Friedensbewegung 1979 der erste Landesverband der Grünen gegründet wurden.

Und was machen die Grünen heute?

Es geht nur um das große Geschäft mit dem Klimawandel, um den Genderblödsinn und um die Rechte von Skodosexuellen (darüber wurde erst im Bundestag diskutiert)

Und was machen die älteren Grünen aus den 70er? Die sind heute Omas gegen Rechts und suchen überall vermeintliche und echte  Nazis. 

Und was macht die Bundesregierung? Gibt für die nächsten 6 Monate alle Waffenexporte in den Nahen Osten frei. Die Rüstungslobby freut es.

Was ist eingentlich mit deren "Übergewinnen". 

Die hohen Kraftstoffkosten bedrohen unsere Wirtschaft und werden die Inflation anheizen. 

 

Aber was ist mit den Menschen in denen  vom Krieg betroffenen Ländern. Das interessiert anscheinend auch bei uns  keinen Politiker. Egal von welcher Partei. 

Und was passiert weite?  Eine Flüchtlingswelle ist nicht auszuschließen. Da werden wir sicherlich helfen müssen.

Aber wir müssen auch bedenken dass wir mit den Folgen der letzten Flüchtlingswelle immer noch massiv zu kämpfen haben. Deutschland noch "Bunter und Multikultureller". Das ist für mich schwer vorstellbar. 

Ich bin gespannt was die nächsten Tage noch alles passiert. Hoffentlich kommt keiner von den Idioten auf die Idee Atomwaffen einzusetzen. 

Ich habe fertig. 

 

 

Tag 20, Donnerstag  

Der Übernachtungsplatz den ich mir am Vorabend gesucht hatte war ideal. Ruhig, schöne Aussicht auf die Berge der Sierra de Guadarrama. 

Der höchste Berg dieses Gebirge ist 2400 m hoch. Und da er praktisch vor den Toren Madrid liegt, ist es das Hausgebirge von Madrid.

Ich fahre durch herrliche Kiefernwälder über eine 2000m hohe Passstraße. Und hier wird tatsächlich noch Ski gelaufen. 

Es geht weiter zu der Stadt die nach einem Auto benannt wurde. 

Toledo

Schon aus der Ferne macht die Stadt mit den vielen Kathedralen und Palästen  einen imposanten Eindruck. 

Toledo.

Im Jahr 192 v. Chr. vom Römischen Feldherr Nobilior als Toletum gegründet hat die Stadt eine wechselvolle Geschichte. Die erste Blütezeit erlebte Toledo in der Zeit von 530 bis 711 als eine der wichtigsten Bastionen der Katholizismus im Königreich Kastilien. Unter anderem hat hier der bekannte Enzyklopädist Isidor von Sevilia gewirkt (Vorläufer von Wikipedia). Von 700 - ca,. 1000 herrschten die Mauren über die  Stadt und  sie erlebte eine zweite Blütezeit. 

Später haben fast 12000 Juden in der Stadt gelebt. 

Es gibt auch eine "deutsche Geschichte" in Toledo. Dem die Stadt dominieren Palast des Alacarz haben im Spanischen Bürgerkrieg Deutsche Truppen unter Leitiung  von Heinich Himmler zerstört. 

Diese verschiedenen Epochen kann man in der Stadt wunderbar erkunden. Die Stadt ist ein Touristenmagnet, es waren u.a. sehr viel lärmende Schulklassen unterwegs. 

Ich habe außerhalb geparkt und bin 20min zur Stadt gelaufen, Überraschenderweise gibt es eine Rolltreppe in die Oberstadt. Habe ich  dankend angenommen.

Der Toledostahl war früher Weltberühmt und es wurden hieraus  Waffen hergestellt. Auch Karl der Große hat seine Schwerter  von hier bezogen. 

Und heute kann man viele Replika kaufen. Kommen wahrscheinlich aus China, Für Touristen aus China. Die sind reichlich hier. 

Sehenswert ist die Stadt auf jeden Fall........

Maurische Einflüsse sind auch immer wieder zu erkennen. 

Wunderschöne Stadt mit sehr viel Flair. 

 

Da es am nächsten Tag regnen soll und ich hoffe das am Abend nicht so viele Touristen vor Ort sind, beschließe ich noch nach Consuegra zum Hügel Hügel Calderico zu fahren. 

Wer kennt ihn nicht den einsamen Ritter Don Quijote. Er glaube die Windmühlen seien Riesen und wollte ihm  zur Schlacht herausfordern. Nur sein Knappe Sancho Panzo machte ihn darauf aufmerksam das es sich um Windmühlen handelt. 

Verblendet von sich selbst macht er sich aber auf dem Weg hoch zu den Windmühlen. Schon an der ersten Mühle verhakte sich sein Schwert und er wurde durch die Luft geschleudert und hat  sich so lächerlich gemacht. An welchen aktuellen Politiker erinner mich diese  Geschichte? 

Auf dem Berg stehen ingesamt 12 Windmühlen. Auf ein Foto habe ich die nicht bekommen. Schade 

Unterhalb der Windmühlen habe ich übernachtet. Leider zog ein Sturm auf und es regnete. Ich hätte gern noch Fotos in der Dämmerung gemacht. 

 

 

Tag 21, Freitag 

 

 

Ich habe am Abend entschieden weiter Richtung Portugal zu fahren, zum Meer. Für die nächste Woche ist Sonne angesagt. 

Zunächst habe ich bei Mercator Lebensmittel gekauft. Wie immer ein unglaubliches Fisch Angebot. Aber dafür keine Cherry Tomaten. Die bekomme ich beim Lidl. Interessant ist, dass Lebensmittel mit 4% oder 7% Mwst. besteuert werden. Außer Alkohol, da werden 21% fällig. 

Es geht durch die Extremadura, eine Geschichtsträchtige Region. 

Da ich die letzten Tage jede Menge Kathedralen, Klöster und alte Städte besucht habe und ich langsam die Übersicht verliere beschließe ich "gemütlich" Richtung Portugal zu fahren. Auch ist das Wetter nicht so schön für Besichtigungen. 

An einem Stausee finde ich einen ruhigen Übernachtungsplatz. Es sind keine 10 Grad (+) hier. Und das Schild erklärt warum es hier so kalt ist. Siberia 

Ich laufe dennoch ein wenig am Ufer entlang. Wenn die Sonne scheinen würde, könnte ich hier baden. 

An der Staumauer entdecke ich dieses diskriminierende Schild. 

Nur Frauen mit Kind sollen hier langgehen. Und was ist mit Männern mit Kind. Und ohne Kind. Und was ist  mit Nonbinären, Diversen usw. Ich versuche im Internetz den Gleichstellungsbeauftragten von der Firma rauszufinden um mich zu beschweren.  Gibt es nicht. 

Ich gebe auf, es gibt wichtigeres. 

Mit einem schönen Blick auf dem See übernachte ich hier. Es gibt sie, die schönen einsamen  Plätze in Spanien. Die Polizei fährt später noch vorbei. Ich grüße freundlich und das war es. 

Tag 22, Samstag

 

 

Es hat die ganze Nacht geregnet. Und es hört nicht auf. Also keine Stadbesichtigungen etc. Ich frühstücke in Ruhe, lese online die große Samstags Ausgabe der Hersfelder Prawda.  Dusche noch  ausgiebig, Und so ist es fast Mittag bis ich losfahre. 

In Spanien steigen die Dieselpreise auch täglich und ich nutze jede Möglickeit günstig zu tanken. In der  Nähe ist eine Billigtankstellen, 1,86 € /l, bei anderen Tankstellen kostet der Diesel auch schon mal  bis 2,10 €. Ich wundere mich warum an der Tankstelle nix los ist. Am nächsten Tag lese ich im Internetz das die Steuern auf Kraftstoffe ab Sonntag um 20% gesenkt werden. Ok, war mein Fehler. Wissen ist Macht, Lenin. 

Es geht weiter Richtung Westen durch die Extremadura. 

Die Landschaft ist etwas eintönig und übersichtlich. Genauso wie der Verkehr. Keine akute Staugefahr. 

 

Und viele Olivenplantagen........

Ich fahre an vielen Burgen vorbei, dafür ist  die Extremadura bekannt. Ich bleibe lieber im Auto, das Wetter ist zu schlecht. 

Am Alcantara Stausee, der vom längsten  Fluss des Landes dem Tajo gespeist wird, suche ich mir einen Übernachtunbgsplatz. Da das Wetter am Sonntag schön werden soll, möchte ich die das Wochenende hier verbringen. 

Irgendetwas stimmt mit dem Navi nicht. Die Straße versinkt im Fluss. Ich erkenne im Wasser die Straße, in ca. 200m steigt die Strasse wieder aus dem Wasser aus. 

Was mache ich nun?

Ich befrage die KI und die schreibt: Wenden 

Wie gut das es die KI gibt, ich wäre sonst in das Wasser gefahren ;).

Hier ist kein Verkehr und ich entdecke einen schönen Platz mit Seeblick. Genau das was ich gesucht habe. 

Das Wetter wird besser. Ich genieße den Abend. Zum ersten Mal auf dieser Tour sitze ich Abends draußen. Herrlich. 

Tag 23, Sonntag 

 

Eine herrliche Ruhe und Dunkelheit während der Nacht  an diesen schönen Übernachtungsplatz. 

Heute wird es  ein "Faulenztag", nachdem ich  ein wenig aufgeräumt habe. Ende nächste Woche muss ich langsam einen Waschsalon suchen. Die "Winterkleidung" geht mir langsam aus. 

Ich genieße......

Nachmittag laufe ich ein wenig am Stausee entlang.  Die Sonne scheint. So soll sein. 

Am See sind einige Angler, alles ganz entspannt hier. 

Ein ruhiger Tag heute. Ich habe viel nachgedacht und bin dennoch entspannt. Ob ich morgen nach Portugal weiterfahre, entscheide ich morgen früh. Ich habe noch über einen Monat Zeit bis ich in Marokko auf die Rhön Camp Gruppe treffe. 

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