Tag 6-9, über die Pyrenäen in das Baskenland. Begegnungen mit Guggenheim und Gaudi.

Veröffentlicht am 8. März 2026 um 19:40

Tag 7 

 

Mein erstes Ziel soll heute der Izpegi Pass sein. Der Pass verhindet Französische Bazan Region mit dem Spanischen Baskenland. Mit 672m Höhe kein spekatulärer Pass. Aber nicht einfach zu fahren. Schmale Straßen, enge Spitzkehren. Für große Fahrzeuge nicht geeignet. 

Von der Passhöhe soll man die Biskaya sehen. Dachte ich. 

Die ersten zehn Kilometer war das Wetter noch einigermaßen gut und ich hatte  gute Sicht auf die Pyrenäen. 

In Frankreich in der Region Bordeaux war der Frühling bereits  angekommen. Hier noch nicht. In den östlichen Pyrenäen bei Andorra ist immer noch Ski Saison. Andorra werde ich auf der Rückfahrt Ende Mai besuchen.   

Auf der Passhöhe an der Grenze. Hier wollte ich eingentlich eine Fotopause machen aber es war nix mehr mit Fernsicht. Da das Wetter auch in den nächsten Tagen nicht besser werden soll, heist es weiterfahren. Schade, die Aussicht von hier soll genial sein. 

Ich hatte geplant auf dem Weg nach San Sebastian noch zum Mont Gorramendi Platteau auf ca. 1100m Höhe zu fahren. Die Staße zum Plateau ist nur auf wenigen Karten verzeichnet und auch die Navi Daten stimmen nicht. Denn bis 1979 war hier eine geheime US - Amerikanische Troposcatter-Funkanlage. Durch die Satelliten Technik wurde die Funkanlage nicht mehr benötig und aufgegeben. Aber nicht wegen dem Lost Place möchte ich auf das Plateau. Sondern hier gibt es noch die seltenen Pottokk Ponys. Und einige kleine Touren wollte ich auch wandern. Auch die Aussicht zum Atlantik soll sehr schön sein. 

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob den richtigen Weg befahre. Eng, Naß, Schlamm und Schafe die im Weg stehen. 

Und dann sehe ich ersten Pottok Ponys, die max. 1,50m groß werden. Pottok bedeutet auf Baskisch "Kleines Pferd". Die Ponys leben hier noch halbwild. 

Sie sind kräftig, zäh und sollen sehr intelligent sein. Früher wurden die Ponys von Schmugglern verwendet, auch im Kohlebergbau kamen die Ponys zum Einsatz. Und waren bzw. sind ein Fleischlieferant. Schmecken bestimmt lecker. 

Auf dem Weg zum Plateau wird das Wetter immer schlechter und vor allem Nebel. Stellenweise kann ich nur 10m weit sehen. Den Weg kann ich nur noch erahnen........

Das wird mir nun doch zu ungemütlich, ich beschließe umzudrehen. Der Mont Gorramendi muss auf meinen Besuch verzichten. 

Ich fahre nach San Sebastian und will mir die Altstadt ansehen. Aber es fängt so stark an zu regen das ich darauf verzichte. An einem Stadion finde ich einen Parkplatz der zum Wetter und zu meiner Stimmung passt. Vor allem wenn ich höre wie schön das Wetter in Deutschland ist. 

Tag 8 

 

Heute ist Samstag und ich bin nun eine Woche unterwegs. Es gab bisher kleine und mittlere Katastrophen. Das Wetter, Toilettenpapier vergessen, I-Phone Display defekt. Und seit gestern quitscht bei Tante Inge irgendeine Bremse. Auch wenn nicht bremse. 

Ich starte früh denn ich will bis spätestens 11:00 Uhr in Bilbao, der Hauptadt des Baskenland sein. 

Das Baskenland ist eine Autonome Gemeinschaft in Spanien die insgesamt drei Provinzen umfasst.

Die Basken haben eine eigene Sprache die aber heute nicht mehr von vielen Einwohnen gesprochen wird. Die Basken, früher eine Seefahrer Nation hatten lange Zeit Bestebungen von Spanien unabhängig zu werden. Die auch mit terroristischen Mittel  von der ETA durchgesetzt werden sollte. Die Situation hat sich mittlerweile beruhigt, aber vereinzelt werden immer wieder Forderungen nach Unabhängigkeit laut. 

Wie immer in großen Städten versuche ich sicher zu Parken bzw. zu Übernachten. Ein Campingplatz befindet sich oberhalb der Stadt. Die Bewertungen im Internetz wäre nicht gut, die Freundlichkeit wurde u.a. bemämgelt. Kann ich nicht bestätigen, sehr netter Empfang an der Rezeption, Die junge Baskeninnen ;) hat mir erklärt wie ich mit dem Bus in die Stadt komme. Von Unfreundlichkeit keine Spur. Kann aber auch an meiner positiven Aura liegen.

21 € die Nacht mit Strom und Wasser ist ok. Duschen gibt es keine, brauch ich auch nicht. Die Sicht auf Bilbao ist im Preis enthalten. 

Mit dem Bus geht es in die Stadt. 

Mein Ziel ist das Guggenheim Museum. 

Die Guggenheims, eine aus Schweiz stammende Amerikanische Industiellenfamilie die vor 200 Jahren fast 80% des weltweiten Bergbau kontrollierten, haben ihr Vermögen in Kunst angelegt und das soll über eine Stiftung der Öffenlichtkleit zugänglich gemacht werden. Gezeigt wird vor allem zeitgenössische Kunst. 

Es gibt weltweit vier Guggenheim Museum, in das in New York habe ich es in der 90er nicht geschafft. Deswegen muss Bilbao jetzt sein. 

Das Museum, im dekonstruktivistischen (?) Baustiel erichtet  wurde 1997 eröffnet. Das Gebäude an sich ist schon ein Kunstwerk. 

Der Eintritt ist mit 15 € ist günstig. Allerdings konnte ich als  Pensionär (ab 65) ein Ticket kaufen. Ascheinend sehe ich älter aus als ich denke. 

Stroh das wahrscheinlich sehr teuer ist. Erinnert mich an Rumpelstilzchen, der hat auch Stoh zu Gold gesponnen. Frühe Avantgarde.....das Rumpel...........

Die Pop Art revolutionierte die Kunst......Prada Toilette 

Tiffany Gift Meal.........

Chanel Guillotine

und für mich der Höhepunkt......Originale von Roy Lichtenberg....und gleich zwei Stück. Unschätzbar wertvoll. 

4 Stunden moderne Kunst anzusehen macht Spaß (und für nur 15 €), Bilbao ist aber auch eine schöne Stadt. Was mich erstaunt. Viele Bars und die Leute stehen draußen und genießen mit geistigen Getränken das Leben. Vor allem wird sich richtig unterhalten und nicht auf Handtelefonen rumgedattelt.....

Das Stadion ist am Abend beleuchtet. Bilbao gegen Barcelona spielt heute Abend. Ich finde es langweilig wenn 23 Mann einem Ball hinterherlaufen.....Fussball interessiert mich nicht. 

Tag 9 

 

Es war eine wunderbar ruhige Nacht hier oben auf dem Berg. Leider regnet es früh wieder. 

Ich breche gegen 10 Uhr auf und will entlang der Antlantik Küste fahren. 

Und mit einmal kommt die Sonne raus, es sieht sofort alles viel schöner aus. 

Auf dem Foto kann man  eine verlassende Verladebrücke für die Schüttgut Beladung von Schiffen sehen....

Mein heutiges Ziel ist Comillas. Ich finde einen Platz am Hafen. Übernachten ist hier eigentlich verboten. Soll aber in der Nebensaison toleriert werden. Wenn nicht wird es teuer und ich muss Spendengelder einsammeln. 

Wer kennt sie nicht die Sagrada Faimilia von Antoni Gaudi in Barcelona. 

Gaudi gilt als einer größten Schöpfer aller Zeiten und hier in Comillas gibt es ein Zeugnis seines frühen Schaffens.

Die Villa von Diaz de Quijano.

Eines der wenigen Werke von Gaudi das außerhalb Kataloniens zu finden ist. 

Einfach nur schön anuzusehen.......sehr Detailverliebt alles.....

Sitz im Balkon Geländer, super Idee. 

Viele florale Elemente zieren das Haus........

Der Meister im Spiegel........

Comillas hat eine schöne Altstadt......ich genieße die Sonne....

??

 

Ich lasse den Tag ausklingen. Viel Kunst die letzten Tage gesehen. Hoffentlich geht es so  weiter. Was mir auffällt. Die Basken sind sehr feundlich. Auch das ich verbotener Weise stehe stört bis jetzt niemand.  

 

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.