Tag 28, Samstag der 17.10.2026
Da ich den Samstag immer dafür nutze mein Reisetagebuch als Reisebericht zu veröffentlichen ist dieser Tag auch mein "Aufräum- und Putztag".
Über Stauraum verfügt meine Tante Inge reichlich, aber ich muss dennoch aufpassen wie man alles organisiert. Sonst verbringe ich zuviel Zeit mit suchen (obwohl ich ein legendäres Gedächtnis habe). Dazu habe ich keine Lust. Bis jetzt gelingt mir es aber gut die Ordnung zu halten.
Das einzige was ich ein wenig vermisse ist ein Kleiderschrank. Der neue Rhön Camp Rebel XL ist ca. ein Meter länger (auch ein längerer Radstand) und der verfügt u.a. über einen Kleiderschrank. Als ich den XL auf der Abenteuer Allrad in Bad Kissingen zum ersten Mal gesehen hatte, war ich kurz am Überlegen vielleicht meine Tante Inge gegen den Rebel XL einzutauschen. Letztendlich habe ich das nicht gemacht, da ich als Motor noch den alten V6 (OM642) mit dem 7 G-Tronic Wandler und den zuschaltbaren Allrad mit Untersetzungsgetriebe von Oberaigner habe (nicht mehr lieferbar). Und darauf möchte nicht verzichten. Wobei das aktuelle Allrad System mit der 9G-Tronic auch gut funktioniert, aber der V6 läuft eindeutig geschmeidiger. Und der V6 Motor lässt sich auch "Fernreisetauglicher" machen, mit einer speziellen Software. Hierfür kann ich Markus Gruse empfehlen: https://www.offroad-motorhomes.services/ueber_uns/ !! Keine bezahlte Werbung !!
So verzichte ich weiterhin auf einen Kleiderschrank. Dafür habe ich hinter dem Beifahrersitz stabile Haken angebracht und in einem Kleidersack habe ich z.b. einen Anzug für den Fall dass ich unterwegs mal in die Oper gehe. Siehe Foto, Salzburger Festspiele, ich habe mir mit einer langjähigen Freundin die Oper Carmen angesehen. Ein Erlebnis. Allerdings habe wir in einem Hotel übernachtet ;).
Um mehr Ordnung zu halten habe ich mir für alle Innenschränke innen Filzboxen auf Maß anfertigen lassen. So kann ich alles in die Boxen verpacken und nichts rutscht in den Schränken herum. Praktisch für die Staukästen über dem Bett. Ich nehme die Box und habe mit einem Griff alles was im Schrank liegt. Ein weitere Vorteil ist, dass ich zu Hause in meiner Wohnung die Boxen "beladen" kann und ich nicht alles einzeln zum Reisemobil bringen muss. Die Entscheidung für nicht ganz billigen Boxen habe ich nicht bereut.
Den Samstag verbringe ich nicht nur mit aufräumen und Reisebericht schreiben, ab Mittag mache ich noch einen ausgiebigen Stadtbummel.
Zufällig entdecke ich ein Symbol das ich Frühjahr in Nordspanien häufig gesehen hatte. Der Jakobsweg. Ihn gibt es also auch ab Sizliien. Für die ganz großen Sünder. Gut das ich immer Keusch uns Sittsam gelebt und ich diese Bürde nicht aufnehmen muss. Wobei mir nicht ganz klar ist ob die Pilger wie Jesus über das Wasser laufen müssen. Ein Rätsel, wie vieles an der Geschichte von Jesus (lese aktuell ein Buch über Jesus, nicht die Bibel).
Die Altstadt ist schön aber wie viele Städte in Sizilien in einem desolaten Zustand.
Die KP Italiens ist hier auch vertreten.....
Am Abend genieße ich noch einmal den Blick auf die Altstadt mit der Kathedrale.
Tag 29, Sonntag der 18.10.2026
Nach einem ausgiebigen Frühstück, Duschen fahre ich gegen 10 Uhr weiter. Es soll wieder in Richtung Küste gehen zu den nächsten Tempeln.
Die Landschaft ist karg und dünn besiedelt. Wenn etwas angebaut wird dann sind es Oliven und Wein. Mehr braucht man nicht zum leben ;).
Einen Zwischenstopp mache ich in Caltanisetta, die Stadt liegt schön auf einem Hügel.
An einem Denkmal für die "Helden" (für mich sind das Opfer) des ersten Weltkrieg finde ich einen Parkplatz.
Mein Weg führt mich in die Altstadt zu Basilika von Caltanisetta.
Die barocke Kirche von 1570 ist vor allem bekannt durch die Deckengemälde die der bekannte flämische Maler Wilhelm Bormanns geschaffen hat. Deswegen habe ich hier auch einen Stopp gemacht. Die Bilder wurden in einem bestimmten Stil gemalt der vortäuscht das die relativ flache Decke wie eine Kuppel die sich in Richtung Himmel öffnet, wirkt. Eine perfekte Täuschung. Ist also nichts neues, das täuschen. Heute macht man das mit der KI.
Die Fenster sind auch noch Original, es gibt auch noch einige Reliquien zu sehen.
Ich laufe noch ein wenig durch den Ort....viel gibt es nicht mehr zu sehen.
Der heilige Vater war 1993 auch schon hier, nun ich auch.
Ich fahre weiter und erreiche am Nachmittag mein Ziel, Naro eine alte Stadt mit einer bedeutenden Festung. Und schöner Aussicht, auch von meinem Übernachtungsplatz aus. Mit Meerblick, in der Ferne.
Die Altstadt ist etwas beschwerlich zu laufen bietet aber viele schöne Eindrücke.
Diese Werbung überrascht mich! In Sizilien benötigt man einen Führerschein? Für was. Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, welchen Zweck hier Verkehrschilder erfüllen sollen. Keiner hält sich daran.
Die alte Festung ist schön und beherbergt eine Ausstellung über Kleidung aus dem 19. Jh.
Ansonsten ist die Stadt "verschlafen" und hat aber auch einige Kunst zu bieten......
Ich komme an einer kleinen Firma vorbei die die aktuell geernteten Oliven verarbeitet und kann mir das kurz ansehen.
Kaltpresse, in den Kanister läuft das Öl.
Von meinem Übernachtungsplatz aus genieße ich den Sonnenuntergang.
Tag 30, Montag der 19.10. 20226
Nach dem Frühstück besuche ich noch den Wochenmarkt und finde was ich gesucht habe. Eine kleine Pfanne., Für 6,50 €. Ob die wohl was taugt? Ansonsten ein schöner Markt. Hätte ich hier mal frisch eingekauft. Von den Auswirkungen des Streik der LKW Fahrer hatte ich hier noch nichts mitbekommen.
Es geht weiter in das Tal der Tempel, nach Agrigent. Von weiten sehe ich schon der ersten Tempel.
Akragas, im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet gehörte zu den mächtigsten Städten des Mittelmeerraums. Die Tempel erstrecken sich über eine Länge von knapp 3 km auf einer Hügelkette. Wie kommt man dann auf den Namen Tal der Tempel? Ich habe keine Antwort gefunden. Die Tempel dienten als religiöse Kultstätten zur Verehrung der griechischen Götter und als Machtsymbol. Und als Wohnort für Götter. Normale Menschen durften die Tempel nicht betreten. Opfergaben, religiöse Feste fanden immer vor den Tempeln statt.
Als erstes schaue ich mit den Tempel des Zeus an. Leider ist von dem nicht mehr viel übrig. Geplant als einer der größten Tempel der griechischen Antike, um den Sieg über Karthago (480 v. Chr.) zu feiern. Er wurde jedoch nie vollendet und ist heute ein gigantisches Trümmerfeld. Machtvoll wirken sind hier die Nachbildungen der Telamone – über 7 Meter hohe Riesenstatuen aus Stein, die einst das Dach stützten.
Das Wahrzeichen der Anlage, der Concordiatempel. Er wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. erbaut und gilt als einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel weltweit (habe ich auch schon bei anderen Tempeln gelesen). Das er so gut erhalten ist, verdankt er der Tatsache, dass er im 6. Jahrhundert in eine christliche Basilika umgewandelt wurde. Die Innenmauern der Kirche erkennt man auf den Fotos.
Hera-Tempel: Er thront am höchsten Punkt am östlichen Ende der Kette. Obwohl er 406 v. Chr. bei einer karthagischen Belagerung in Brand gesteckt wurde, stehen heute noch 25 seiner imposanten Säulen.
Die Anlage ist UNESCO Weltkulturerbe, dann sind auch Maos Enkel in Scharen da. Aber nur um schnell Fotos zu machen. Die Geschichte interessiert die meisten nicht.
Reste der ca. 12km langen Stadtmauer sind auch noch zu sehen. Die Anlage war auch eine Festung.
Sehr spannend hier aber auch sehr weitläufig. Man kann die Anlage auch mit einem kostenpflichtigen Shuttle befahren. Das Geld spare ich mir, dafür kaufe ich lieber Wein;)
Nach der recht anstrengenden Wanderung durch das "Tal" der Tempel zieht es mich an das Meer. Zufällig entdecke ich direkt am Meer einen kleinen Campingplatz. Hier werde ich zwei Tage bleiben. 25 € die Nacht inkl. Strom (den ich nicht brauche). Aber mit Meeblick. Und genieße den Sonnenuntergang.
Tag 31, Dienstag der 20.10.2026
Mit dem Rauschen der Wellen habe ich sehr gut geschlafen. Der Campingplatz verfügt über eine Waschmaschine, die erste kleine Wäsche ist fällig (3 €).
Während die Wäsche "Klimaneutral" mit Solar- und Windenergie innerhalb von 2 Stunden trocknet, entspanne ich.
Am Nachmittag laufe ich am Strand zu den Kreidefelsen von Turci. Wunderschön mit Türkis schimmernden Wasser. Um auf die Kreidefelsen zu gelangen muss man Eintritt bezahlen. Mir reicht die Felsen von unten zu sehen......sollen die Chinesen zahlen.....die waren auch kurz da.
Ich hatte vor noch im Meer zu baden, leider waren die Wellen zu stark und die Rote Fahne wurde gesetzt.
Also schaue ich auf das Meer und.....
genieße den Sonnenuntergang......
Tag 32, Mittwoch der 20.10.2026
Heute soll es weiter nach Selinunte gehen. Auf dem Campingplatz kann ich Frischwasser tanken und das Grauwasser ablassen. Im Ort ist ein Lidl, ich muss Mineralwasser und etwas Obst kaufen. Dann die Überraschung: Ich dachte ich bin in der DDR gelandet. Leere Regale, und wenn etwas in den Regalen stand, war es immer dasselbe. Berliner: Honecker 2.0 lässt grüßen. Ihr wolltet es ja nicht anders mit Eurer Wahl.
Gut das ich einige Vorräte habe, aktuell ist das keine Katastrophe für mich. Und da es noch Wein gibt kann ich Wasser durch Wein ersetzt. Als während Corona Krise so manche Knallfrösche meinten Tollettenpapier horten zu müssen, habe ich auch drei Kisten Wein gekauft.
Ursache der leeren Regale ist ein Streik der Spedition gegen die hohen Energiekosten. Genau die selbe Situation wie bei uns. Milliarden werden für Rüstung verschleudert und für einen Krieg der uns nichts angeht. Die gestiegenen Kosten für Energie sind eine Konsequenz davon. Deutschland hat bisher 47 Milliarden Euro und über die EU noch einmal knapp 50 Milliarden Euro für den Krieg in der Ukraine gezahlt. Also fast 90 Milliarden Euro seit 2022. Zum Vergleich: Das Defizit bei den Pflegekassen liegt bei knapp 4 Milliarden Euro im Jahr. Ich frage mich auf welcher Grundlage wir so viel Geld verschleudern. Die Ukraine ist kein Bündnispartner von Deutschland. Die Rüstungskonzerne freut es. Früher gab es mal eine Friedenspartei in Deutschland. Aber die sind schon längst dem Gender- und Klimawahn verfallen und sind wie die Linken auf der Suche nach Faschisten.
Ich fahre weiter mach Selinunte und finde einen schönen Platz am Meer. Und habe vor hier einige Tage zu bleiben.
Tage 32 - 33, Do. & Fr. 22./23.2026
Eine ruhige Nacht, wenig Wind und Wellen und am morgen ein herrlicher Ausblick auf das Meer. Ich hatte am Vorabend bedenken, dass vielleicht am Abend Jugendlich mit ihren Autos kommen und überlaute "Hottentotten" Musik hören. Nichts dergleichen. Ich beschließe hier länger zu bleiben. Genieße Stand und Meer, ich kann endlich baden gehen und am Abend laufe ich in den nahgelegenen kleinen Ort. Ich habe viel Zeit, meine Fähre nach Tunesien geht erst am 7.11.......und die Sonne scheint....
Im Ort werden auch Ausflüge mit Booten angeboten......ich verzichte.....
und Vollmond ist auch......
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