Überwintern in Tunesien.....Woche vom 20.09 - 26.09.......

Veröffentlicht am 26. September 2026 um 17:49

Nach der Marokko Tour im Frühjahr bin ich nun endlich wieder unterwegs. 

Marokko hat, wie die anderen Reisen bisher auch Spuren bei mir hinterlassen. Für Overlander immer noch ein tolles Reiseland mit einer unglaublichen Landschaft und gastfreundlichen Menschen. Vor allem abseits der Touristischen Hotspots. Neu an dieser  Tour war für mich, dass es in Marokko eine geführte Gruppentour mit 10 Rhön Camp Wohnmobilen, organisiert von Rhön Camp mit Maroc Caravan war. Eigentlich bin ich ein "Reiseautist" aber wir haben alle wunderbar harmoniert in der Gruppe. Es sind viele Freundschaften entstanden die bis heute anhalten. Genug der Lobhudelei. Zur aktuellen Tour:

Urspünglich wollte ich im Herbst auf die Arabische Halbinsel fahren, aber der von Israel und den USA angezettelte sinnlose Krieg hatt die Region zum einem Pulverfass gemacht. Über eine Alternative musste ich nicht lange nachdenken. Geplant habe ich dieses Mal den Italienischen Stiefel Richtung auf den Spuren Hannibals bis nach Karthago zu folgen. Da ich viel Zeit habe und mir es in Deutschland, nicht nur "Klimatisch" zu kalt ist, werde ich im Tunesien überwintern. Eine Höhepunkt in Tunesien wird Ende Dezember das Sahara Festival in Douz sein. Viel geplant habe ich wie immer nicht, ich lasse mich treiben. Inschallah, diesen Spruch von unseren Guide Hassan in Marokko habe ich mitgenommen und der wird mich auf der Reise begleiten. 

Reiseberichte schreibe ich auf dieser Reise wöchentlich. Wenn es klappt immer Samstags. 

Über die Vorbereitungen für diese Reise, Updates an Tante Inge und mir schreibe ich einen extra Bericht. 

Tag 1, Sonntag 20.09.2026

Gestartet bin ich dieses Mal nicht von zu Hause sondern von meiner "alten" Firma in Knüllwald. Die Firma E.L.V.I.S hatte Jubiläum und das wurde  mit ca. 350 Gästen  gefeiert. Und als "Geschäftsführer a. D." war ich auch eingeladen. Tolle Geste, über die ich mich sehr gefreut habe. 

Gegen 08:00 Uhr bin ich gestartet. Uber die A7 weiter über den Pass Hahntennjoch geht es zunächst nach Tirol. 

Kurzer Tankstopp bei Rhön Camp, das Tanken macht aktuell keinen Spass. 

Am Hahntennjoch war ich am Nachmittag. Viele Motorradfahrer unterweg. Unmittelbar vor mir hat ein Motorradfahrer einen Bus touchiert und ist gestürzt. Das Motorrad war ein Totalschaden, dem Fahrer ist nichts passiert. Nach ca. 30min konnte ich weiterfahren. 

Der Reschenpass ist während der Woche wegen Bauarbeiten gesperrt und der Verkehr wird über die Schweiz geleitet. Da Tante Inge >3,5 t wiegt, müsste ich Schwerverkehrsabgabe bezahlen. Für mindestens drei Tage (ca. 25 €), alternativ könnte ich über sdas Timmelsjoch fahren (40 €) oder über die überlastete Brennerautbahn die auch kostet. Ja die "Bergvölker" wissen wie man Reisenden das Geld aus der Tasche zieht. 

Der Reschenpass ist kostenfrei und am Wochenende wird der Verkehr über eine Ampel geregelt. Erstaunlichweise war die Wartezeit gering. 

In  Laas in Tirol finde ich einen ruhigen Übernachtungsplatz. Hier im Etschtal  ist aktuell die Apfelernte, ich kann mir entlang der Apfel Plantagen schön die Füße vertreten. Mit fällt ein, dass wir als Jugendliche in den Herbstferien in das Havelland zur Apfelernte fahren mussten. Wir wurden gut bezahlt, das Geld haben wir aber gleich wieder verjubelt.  

Am Abend höre ich noch seltsame Nachrichten. Ausgerechnet in Berlin haben  die Nachfolger der Mauermörderpartei die Wahl gewonnen. Deren Plan das man ab 16 Jahren wählen kann, ist aufgegangen.  Und das Versprechen Wohneigentum zu vergesellschaften. Was nicht anderes als Enteignung bedeutet. Verschwiegen hat die Mauermördertpartei, dass ausgerechnet  diese Partei den Verkauf von 66tausend  Wohnungen  in 2004 mit veranlasst hat. Und das Mitglieder des Remmo Clan auf den Wahlpartys der Mauermörderpartei gesichtet wurden,  spricht für sich. Seltsamerweise hat es aber deswegen keinen Gesellschaftlichen Aufschrei gegeben wie nach der Wahl in Sachsen-Anahlt gegeben Das Ergebnis in S.A. befremdet mich genauso. Aber das ist Demokratie, wir müssen das akzeptieren. Alles andere währe Diktatur. 

Inschallah. 

Tag 3, Montag 21.09.2026

Völlig entspannt stehe ich gegen 7 Uhr auf. Ich habe mir eine neue hochwertige Matraze geleistet auf der ich hervorragend schlafen kann. 

Bei schönen Wetter fahre ich durch das Etschtal über Meran Richtung Bozen. Ich hatte vor in Bozen Ötzi zu besuchen. Aber das Museum hat Montag geschlossen (erinnert mich an Spanien, da habe die Museen auch Montag geschlossen). 

Ötzi fällt also aus, in diesen Teil der Alpen gibt es nichts zu finden von Hannibal seinen Weg über die damals eisfreien Alpen. Also folge ich Albrecht Dürer der 1494 - 1495 die Gegend bereist hat und fahre zu den Pyramiden von Segonzano. Vor ca. 50 000 Jahren beim Abschmelzen der Gletscher und durch Erosion entstanden (Abschmelzen der Gletscher, war das der "Klimawandel"?) Dürer musste seinerzeit wegen permanenter Überschwemmungen einen Umweg nehmen und hat über diese Pyramiden berichtet. Deswegen heist sein Weg heute auch Albrecht Dürer Weg. Der Wanderweg war etwas beschwerlich, aber es hat sich gelohnt. 

Das nächste Ziel? Ferrari 

Es gibt zwei Orte an denen man Ferrari erleben kann. Modena, hier hat Enzo Ferrari gewohnt und sein Haus ist heute ein Museum. Und Maranello. Hier werden die Ferraris gebaut, es gibt eine Rennstrecke und das Formal 1 Museum. Ich entscheide mich für Maranello.

Erste Überraschung in Maranello: Die Ampeln. In Deutschland wäre so etwas undenkbar  

Das lengendäre Werkstor.....

Und frisch geschlüpfte Ferraris....

Die Fabriken und Gebäude bestimmen das Stadtbild (darf ich dieses Unwort überhaupt noch verwenden ;) ) 

Ich finde einen Übernachtungsplaz in der Via Ascari. Alberto Ascari war 1952 der erste Formel 1 Weltmeister von Ferrari. Ein besseren Platz konnte ich nicht finden. 

Ich mache noch eine Bummel durch die Stadt, so viele Ferraris  habe ich noch nie gesehen.....

Tag 3, Dienstag 22.09.2026

Ich werde früh gegen 7 Uhr tatsächlichen von brüllenden 12 Zylinder Motor geweckt. Was gibt es schöneres :). Die Test und Rennstrecke ist gleich nebenan. 

Heute steht das Ferrari Museum auf dem Programm. 32 € Eintritt, ein Schnäppchen. Aber es lohnt sich. Und ein Rennfahrer wird hier wie ein Gott gefeiert......

Mit dem Auto wurde Schuhmacher zum ersten Mal Formel 1 Weltmeister für Ferrari. 

Man kann auch mit einem Ferrari als Beifahrer über die Teststrecke fahren.  Was das kostet habe ich nicht rausbekommen. Aber im Original Rennsimmulator kosten 7min knapp 40 €. Ich verzichte......

Das sehr informative Museum lohnt sich nicht nur für Formel 1 Fans. Zum Abschluss gönne ich mir einen "Ferrari" Cappuccino. 

Am Nachmittag geht es durch die Toscana auf Nebenstrecken nach Florenz. In großen Städten gehe ich lieber auf Campingplätze, sicher ist sicher. Den Platz habe ich vorgebucht. Mit knapp 70 € (all in) die Nacht nicht gerade ein Schnäppchen aber top ausgestattet. 

Tag 4, Mittwoch, 23.09.2026

Super Campingplatz, sehr ruhig. Ich habe wieder hervorragend geschlafen. 

Heute soll es mit dem Bus nach Florenz, der Stadt Gallieo, Michelangelo, der Medici und natürlich da Vinci gehen. Museumsbesuche stehen nicht auf dem Programm, Karten für die Uffzien muss man drei Monate im voraus buchen. Oder bei Reiseagenturen für den dreifachen Preis. Ein Schelm der Böses dabei denkt.......

Zuerst schaue ich mir den Dom von Florenz an. 1436 von Papst Eugen IV eingeweiht. Es passen immerhin 5000 Menschen rein. Ein Meisterwerk. 

Das Bronzetor, auch Paradistor genannt an der Kirche San Giovani..........

Florenz hat viele Facetten.....und Touristen....

Der Palast der Medici......

Wer kenn ihn nicht, der David von Michelangelo, dann noch Herkules und weitere......und ein Denker.....

Die Ponte Vecchio von 1345. Auf der Brücke befanden sich bis 1543 Gebereien. Weil aber das Gerben von Fellen ein wenig unangenehm riecht, wurde beschlossen das sich nur noch Goldschmiede dort ansiedeln dürfen. Bis heute. Über den Geschäften verläuft ein überdachter Gang den 1565 die Familie Medici anlegen lies um unbeobachtet zwischen den Palazzos Vecchio und Pitti (kommt von Pittiplatsch der Liebe) wechseln zu können. 

Noch ein kurzer Besuch der Markhalle, dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Abend wird es schnell kalt und ich gehe früh schlafen. 

Tag 5, Donnerstag 24.09.2026 

Heute führt mich mein Weg auf Nebenstrecken durch die Emilie Romagna Richtung San Marino 

Zuerst steht der Einkauf von gesunden regionalen  Lebensmittel für die nächsten 4 Tage an. Ich werde schnell fündig....

Die Landschaft ist herrlich.....und kein Verkehr nach dem Trubel in Florenz.....

Mein Ziel ist Poppi, gehört zu den "I borghi più belli d’Italia", den schönsten Dörfern Italien. Na ja, es ist alt und keine Touristen. Aber schön?

Mein eigentliches Ziel war das Castello dei Conti Guidi. Eine mittelalterliche Burg die als Architektonisches Vorbild für das Palazzo Vecchio der Medici Florenz dienen soll. Ich sage es stimmt. 

Blick in den Burghof mit alten Fresken und auch moderner Kunst. 

Der Höhepunkt war aber die Biblioteca Rilliana. Ein Juwel. Die historische Sektion umfasst rund 25.000 antike Bände, darunter etwa 800 kostbare handschriftliche Manuskripte (150 davon aus dem Mittelalter) sowie fast 1.000 Inkunabeln (die allerersten gedruckten Bücher aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts). Zusammen mit moderneren Schenkungen umfasst der Gesamtbestand heute über 80,000 Werke. In der Bibliothek hatte ich die Zeit vergessen. Erstaunlich das eine so alte Bibliothek besichtigt werden kann. 

Nach San Marino werde ich es nicht mehr schaffen. Inschallah, ich habe Zeit. 

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Auf dem Rückweg zum Parkplatz komme ich an einer Schule oder Hort vorbei. Die Polizei sichert den Übergang für die hochbegabten Prinzen und Prinzessin damit die gefahrlos zu den Elterntaxis laufen können. Autos kamen keine, nur Elterntaxis ;).

Die Strecke soll weiter über den Passo delle Gualanciole,  ein 1.040 Meter hoher Bergsattel im Apennin in der Toskana gehen. Keine gute Entscheidung, der Pass ist unbefestigt und in keinem guten Zustand. Und viele Äste ragen in die "Fahrbahn". 

Am Lago Montedaglio, einen  Stausee finde ich einen ruhigen Übernachtungsplatz. 

Tag 6, Freitag 25.09.2026 

 

Der Tag empfängt mich mit Sonnenschein, was anderes habe ich auch nicht erwartet. 

Ich fahre weiter über schöne Nebenstrecken Richtung San Marino. Die Gegend gehört wieder zur Toskana. 

Grenze nach San Marino 

Tante Inge bekommet die 33. Flagge 

Mit dem Tante Inge passe ich hier nicht durch um oben auf die Burg von San Marino zu kommen.....

Laufen möchte ich nicht, also nutze ich die Seilbahn.....

San Marino ist einer der sechs europäischen Zwergenstaaten....stopp, die Bolschewoken haben festgelegt das "Zwerg" rassistisch ist und man jetzt die Staaten Mikrostaaten nennen soll. Ein Zeichen kompletter sprachlicher Verblödung der Bolschewoken. Ich mach da nicht mit. Auf jeden Fall ist San Marino, gegründet 301 durch den heiligen Marinus, die älteste bestehnde Republik der Welt. Heute ein Steuerparadis in dem man hochwertigen Schmuck und Parfüm günstig Einkaufen kann. Und man hat eine schöne Aussicht bis zur Adria nach Rimini  vom Berg. Wer nach San Marino fährt, sollte beim telefonieren aufpassen. San Marino nimmt nicht am EU Roaming teil. Das kann teuer werden. 

Der Capitano Reggente ist im Hause, hat mich aber nicht empfangen........tolles Kennzeichen. 

In San Marino, unterhalb der Burg übernachte ich und genieße den Blick auf die Adria in der Ferne.......

Tag 6, Samstag 26.09.2026 

 

Völlig ungewöhnlich für mich werde ich erst gegen 8 Uhr wach. Und beschließe heute einfach hier zu bleiben und Tag zu genießen. Bevor ich am Sonntag nach Hannibals Spuren suche. 

Über Polarstepps kann ich "Echtzeit" verfolgt werden. Sollte ohne Anmeldung gehen. Wenn nicht dann bitte Inf0


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Kommentare

Posche
Vor 2 Stunden

Super Bericht so interessant und detailliert dargestellt vielen Dank dafür man bekommt Lust dir hinterher zu fahren alles Gute von Rebel zu Rebel der Büffel