
Endlich kann ich mir einen Traum erfüllen. Ich bin aus der "Arbeitswelt" aufgeschieden und kann nun zum ersten Mal in den Urlaub fahren ohne enge zeitliche Begrenzung, ohne Anrufe aus der Firma, ohne darüber nachzudenken was passiert in meiner Abwesenheit.
Dahin zu kommen was für mich ein langer und auch teilweise schmerzhafter Prozess. Genau vor einem Jahr hat die Prozess angefangen und nach und nach habe begriffen, auch mit Hilfe was ich alles anders machen muss.
Mittlerweile geht es mir wieder gut, ich habe einiges in meinem Leben verändert. Und erfreulicherweise habe ich auch 20kg an Gewicht verloren. D.h. auch dass ich Tante Inge erst einmal nicht auflasten muss.
Vor einigen Wochen habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich im Herbst noch einmal in den Kaukasus fahre. 2018 war ich bereits schon einmal im Kaukasus, mit dem Motorrad. Und leider nur knapp 5 Wochen.
Ich wäre gern auch noch weiter Richtung Osten gefahren aber ich muss aus Familiären Gründen relativ schnell nach Deutschland zurückkehren können.
Da bietet sich eine Reise nach Georgien und Armenien an, aber auch die Anreise über den Balklan und vor allem durch die Türkei bietet viel.
Ich habe vor bis ca, Mitte November unterwegs zu sein. Ich habe schnell gemerkt, dass ein längere Reise anders vorbereitet werden muss. Dazu schreibe ich noch einen etxta Beitrag (habe ja Zeit unterwegs ;)
Entschieden habe ich mich für die Reise über den Landweg und nicht mit der Fähre nach Griechenland. Der Balkan hat seinen eigenen Reiz wie ich erst im Frühjahr in Bosnien erfahren durfte,
Allerdings werde ich über den Balkan nicht so viel schreiben, vieles ist bekannt.
Ich bin erstmalig auch über Polarstepps zu verfolgen. Wenn ich es hinbekomme, werde ich hier einen Link zu der Reise einstellen.
Einstellen werde ich auch die täglichen Ausgaben, kann vielleicht helfen zukünftige Reisen zu planen.
Wo bin genau? Findet mich bei Polarstepps.
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Tag 1
Den ganzen Sonntag hatte ich noch mit packen und wieder auspacken zu tun. Die Aufregung stieg und ich konnte nicht Abends nicht einschlafen, So bin ich statt Montag früh bereits gegen 01:00 Uhr losgefahren. Kurz vor der Abfahrt habe ich ein kleines Video gedreht, müsste bei Facebook oder Instagram zu finden sein, Bei Polarstepps auch, aber leider ist die Zeit nur auf eine Minute begrenzt (das reich mir nicht).
Es geht über die Autobahn Richtung Nürnberg Passau ünd dann weiter nach Österreich.
Die Querung der ersten Donaubrücke war das erste Highlight.

Hinterland Kontrollen kurz vor der Grenze. In Österreich bis ich dann durch die sogenannten Kalkalpen Richtung Hohe Tauern und weiter ihn die Steiermark gefahren.


Am frühen Nachmittag habe ich dann einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz. Den ersten Tag bin 680 km gefahren, habe aber zwischendurch auch mal zwei Stunden geschlafen, Habe ja Zeit.
Fazit des Tages:
Ich bin mit mir zufrieden und freue mich auf das was noch kommt.
Kilometer: 729
Kosten: Keine

Tag 2
Frühstück, Zeitung lesen und langsam in den Tag starten......

Wenn ich es schaffe fahre ich heute bis Kroatien, wenn nicht? Dann nicht.

In Österreich tanke ich noch einmal AddBlue. Mit 22 l im Tank und 10 l im Kanister komme ich weit. Tante Inge benötigt ca. 0,3 l auf ein 100 km.

Da ich nicht durch Graz fahren will, geht es auf die Autobahn. Für Fahrzeuge über 3,5 t ist in Österreich ein Mautbox vorgeschrieben. Die kann ich auch in Slowenien verwenden. Wenn die Box piept dann kostet es Geld......wie früher beim Ablasshandel.

Weiter geht es nach Slowenien. An der Grenze finden keine Kontollen statt.
Ich bleibe einige Kilometer auf der Autobahn, auch hier wird eine Streckenmaut fällig. Seit dem 01.08.2026 kann ich meine Mautbox auch in Slowenien nutzen

Ich komme zügig voran und kann, Slowenien hat eine hervorragende Infrastruktur.....

Am Nachmittag erreiche die Grenze nach Bosnien. Da ich die EU verlasse wird der Ausweis kontrolliert. An den kleinem Grenzübergang geht es aber dennoch schnell und korrekt zu.

Über Bosnien habe ich schon viel geschrieben. Die Landschaft beeindruckt mich wieder und dieses Mal habe ich mit dem Wetter Glück.
Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz fahre ich eine Seitenstrasse in ein Tal, plötzlich stehe ich vor dieser Brücke. Aber die hält, gut das ich abgenommen habe.....

Ich entdecke eine Stelle an der übernachten könnte, einige Bosnienier grillen da. Ehe ich fragen kann kommt ein Bosnier auf mich zu und erklärt mir im schönsten Bayrisch dass das ein Privatgelände ist. Ich aber gern da übernachten kann. Welcome to Bosnia, es hat nichts verändert. Hoffentlich bleibt das so. Der Bosnier wohnt übrigens in München und verbringt den Sommer in seiner alten Heimat.


Wenn ich unsere Nationalflagge über die Fulda spannen würde....., ich möchte nicht über die Reaktionen einer bestimmten Klientel nachdenken.......

Der Tag endet mit einem leckeren Abendbrot in idyllischer Umgebung.....Tofu aus Bodenhaltung, Ei und Salat. Dazu ein Glas Pinot Grigio (es kam im Laufe des Abends noch ein Glas hinzu).

Fazit des Tages: Heute habe ich alles richtig gemacht.
Tageskilometer: Vergessen aufzuschreiben, müsste ca. 300 km gewesen sein.
Kosten
Diesel: 168,03 € (2x getankt)
AddBlue: 19,02 €
Lebensmittel: 19,02 €
Maut Österreich: Noch keine Rechnung erhalten
Maut Slowenien: Noch keine Rechnung erhalten
Tag 3
Die Nacht war herrlich ruhig und es hat sich schön abgekühlt. Nach einem Frühstück am Fluss breche ich auf.
Es soll quer durch Bosnien über Sarajevo bis an die Grenze nach Serbien gehen. Überwiegend Landstrasse aber auch ein Autobahnabschnitt ist dabei.

Die Bilder sprechen für sich, eine reizvolle Landschaft



Eine Abkürzung entpuppt sich als 15km Schotterpiste, Es staubt gewaltig aber sonst kein Problem für Tante Inge.

Ich bin früher als geplant an der Grenze nach Serbien, ich beschließe noch die Grenze zu passieren. Auch in der Annahme das wenig Verkehr ist. Falsch gedacht, ich mogele mich an den LKW vorbei. Ich muss neben den Pass auch die Zulassung und den Führerschein vorzeigen. Dauert ca. 30min. Nach der Grenze noch eine Schranke. Das Gebiet ist ein Nationalpark und ich muss Eintriit bezahlen. Mein Einwand das ich ja nicht eintreten sondern durchfahre wurde nicht erhört.

Gleich nach der Grenze finde ich einen schönen Platz zum übernachten.

Fazit des Tages:
Bosnien ich komme wieder
Kilometer: 347
Kosten:
Diesel: 125,43 €
Maut: 5,62 €
Lebensmittel: 6,17 €
Internet Datentarif: 10,42 € (auch für Serbien)
Tag 4
Heute habe ich einen langen "Fahrtag" vor mir. Ich habe mich im Vorfeld nicht mit Serbien beschäftigt und weis wenig über das Land. Außer dass die Straßen im schlechten Zustand sein sollen und das es kaum schwefelarmen Euro Diesel geben soll (Gift für Tante Inge)
Der Verkehr in den Städten ist Chaotisch, jeder fährt und parkt wie er will.

Der Westen des Landes ist so schön wie Bosnien, in Mitte ist eine Tiefebene und Richtung Bulgarien kommen wieder die Berge.

Ca. 60km geht es über eine neue Autobahn......

Die letzten 40 Kilometer bis zur Grenze nach Bulgarien führen mich durch eine abgeschiedene Gegend. Ich habe bewusst diesen Grenzübergang gewählt weil an den Autobahn Grenzübergängen teilweise zu Stundenlangen Wartezeiten kommt.

Ein kleiner Grenzübergan, in Richtung Bulgarien ist nix los. Die Grenz- und Zollbeamten haben nix zu tun. Aber Interesse an Tante Inge.
Man sagt mir nach das ich gern rede. Also erkläre ich Tante Inge ausführlich. Dass wird den Beamten dann zu viel und nach 15min kann ich passieren.

Bei der Einreise nach Bulgarien muss ich mit Tante Inge durch eine Desinfektion fahren, ich werde seltsamerweise nicht desinfiziert.
Es Staut ein wenig auf der Gegenfahrbahn, die Grenzer "räumen" mir aber den Weg.

Ich fahre noch ca. 30 km in Bulgarien und finde an einem Stadtpark einen Übernachtungsplatz.
Aktuell (22:15 Uhr) stehen einige Jugendliche mit Ihren Autos neben mir und sind anscheinend Hörgeschädigt. Die Hottentotten "Musik" ist grässlich laut. Hoffentlich fahren die bald. Wenn nicht, dann schlafe ich auch so.
Fazit des Tages:
Glaube nicht alles was man in Internet liest. Die Straßen in Serbien sind nicht schlechter als in Deutschland und Euro Diesel gibt es an fast jeder Tankstelle. Allerdings kostet der Liter ca. 1,65 €. In Bosnien habe ich ca. 1,13 bezahlt. In Bulgarien kostet der Liter ca. 1,20 €.
Kilometer: 476
Kosten:
Maut: 5,70 €
Eintritt Nationalpark: 4,43€
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Kommentare
Hey, war dieses Jahr auch in Georgien über Türkei. Cooles Gefährt, wo ist denn der Koffer her?
Hallo, Danke für Deinen Kommentar.
Das Fahrzeug hat mir RhönCamp nach meinen Wünschen gebaut, Mehr Infos finden Du auf dieser Website
Guten Tag. Schön, dass ich wieder auf deine Seite gestoßen bin. Danke für den schönen Bericht. Wir hatten mal E-Mail Kontakt wegen der Tante Inge, mittlerweile haben wir auch einen Camper aber da wir zu Viert sind, einen CS Reisemobile, auch ein Sprinter 4x4. Weiterhin eine tolle Fahrt. Mit freundlichen Grüßen aus Luxemburg
Hallo, an den Kontakt kann ich mich noch erinner ;). Mit einem Wohnmobil von CS habt Ihr sicher keine schlechte Wahl getroffen. Viel Spaß damit,
Schöner informativer Bericht, danke! Wir sind gerade mit unserem Sprinter an der Schwarzmeeküste und werden wohl am 26.08. in Georgien eintreffen. Rundtour im Uhrzeigersinn geplant. Vielleicht sieht man
sich?
Hallo,
das klingt gut, Ich werde ca, am 28.08 in Georgien einreisen. U.a will ich nach Usghali fahren, Ich sende Euch eine Mail mit meiner Telefonnummer, Wäre schön wenn wir uns treffen könnten,