Ein kurzes Intro.
Die Tour soll mich über Frankreich, Spanien und Portugal nach Marokko führen. Anfang Juni muss ich wieder zurück sein. Der wichtigste Grund: Mein Arzt will meine Blutwerte testen. Die haben sich in drei Monaten zu Hause wieder etwas verschlechtert. Woran es wohl liegt? Der zweite und mir auch sehr wichtige Grund: Auf der Abenteuer Allrad Messe in Bad Kissingen Anfang Juni soll ich auf Wunsch von Rhön Camp als Ansprechpartner speziell für den Rebell zur Verfügung stehen. Als einer der ersten Käufer des Rebell ist man bei Rhön Camp der Meinung, dass ich das Fahrzeug sehr gut kenne und Interessenten viele Tipps aus der Praxis geben kann. Was ich mittlerweile ein wenig bezweifle. Es hat einiges an Updates für den Rebell gegeben. Vielleicht überlässt mir Rhön Camp für eine der nächsten Reisen kostenfrei ein neuen Rebell zum Testen ;) .
Aber wenn jemand Fragen zum Rebell hat, kann er sich jederzeit an mich wenden. Da ich nicht auf der Gehaltsliste von Rhön Camp stehe und ich auch keine Provision erhalte, sind meine Antworten neutral.
In Marokko werde ich dann auf neun weitere Rhön Camp Eigener zur Nomad Adventure Tour treffen. Diese 3 wöchige Tour wird von Rhön Camp gemeinsam maroccaravan (www.maroccaravan.de) veranstaltet.
Das wird bestimmt ein Highlight, die meisten Teilnehmer kenne ich bereits. Mehr dazu später.
Seit meiner letzten Tour in den Kaukasus sind über drei Monaten vergangen. Nach der Tour ist mir immer mehr bewusst geworden was ich alles tolles erlebt habe. Vor allem beim sichten der Fotos für ein Vortrag. Mario Volklandt von Rhön Camp hatte angefragt, ob ich einen Vortrag über diese Reise bei Rhön Camp halten kann. Zugesagt hatte ich viel zu schnell. Denn es sollte kein klassischer Vortrag werden sondern es sollte auch über Risiken auf Reisen gehen. Nun waren die Länder keine "exotischen und gefährlichen" Länder" aber passieren kann immer etwas. Und mit ist auch etwas passiert (Panne) . Nun die 97 Tage Reise mit Panne in einen Vortag mit 1,5 Stunden Länge zu paclen ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ich habe es versucht. Leider reichte die Zeit dann doch nicht.
Der Vortrag ist auch auf YouTube zu finden:
https://www.youtube.com/live/xiWz4ueI8DU
Auf jeden Fall bin ich voller Erwartung. In Marokko war ich mit dem Moped bereits 2017. Ein faszinierendes, sehr wiedersprüchliches Land.
Aber auch die "Transitländer" Frankreich (werde ich relativ schnell passieren) Spanien und Portugal werde ich überwiegend abseits der Touri Hot Spots erfahren.
Im Vorfeld der Reise und vor allem der im Herbst geplanten Reise auf die Arabische Halbinsel habe ich an Tante Inge einige Optimierungen vornehmen lassen. Mehr dazu später.
Vor meiner letzten Tour hatte ich angekündigt, auch einige Videos zu drehen. Davon bin ich wieder abgekommen. Ist mir aufwändig und mir gehen so langsam einige "Youtiber" auf den Senkel.
Aber ich werde regelmäßig über meine Erlebnisse, mein Befinden berichten. Nicht gendergerecht und mit Rechtschreibfehlern. Aber dafür ohne KI. Ich benutze nur die SI (meine Intelligenz).
Samstag 28.02.2026, Tag 1
Ursprünglich wollte ich wie meistens in der Nacht starten. Aber ich bin dem packen nicht fertig geworden. Ich hatte im Vorfeld Tante Inge komplette leergeräumt um Ballast los zu werden. Mit dem Ergebnis, dass ich fast alles wieder eingeräumt habe. Typisch Deutsch. Wir wollen alles redundant haben. Ich besonders.
Aber drei Monate Tour sind fast wie Umziehen. Nicht nur was nehme ich alles nicht mit. Auch Organisatorisches zu Hause (Post, Blumen usw.)
Am Freitag ist mir bewusst geworden, dass ich Zeit habe und es nicht darauf kommt ob ich am Samstag oder Sonntag losfahre. Nachdem ich diese Erleuchtung hatte, war ich mit einmal völlig entspannt.
Gegen 10:00 Uhr bin ich dann in aller Ruhe gestartet und die Route sollte mich über Kolblenz und Luxemburg nach Frankreich führen.
Die Fahrt war ereignislos, die Landschaft nach dem Winter grau. Mir fehlt die Sonne und das Grün.
Und dann die Hiobsbotschaft. Israel und die USA führen wieder einmal ein völlig sinnlosen Krieg. Einige Reisefreunde von mir sind in der Region aktuell unterwegs. Hoffentlich kommen die alle unbeschadet wieder nach Hause.
In Luxemburg, der Ort heist kurioserweise Wasserbillig tanke ich günstigen Diesel. In Anbetracht des Krieges in einer Ölregion wird Diesel sicherlich erheblich teurer werden.
Ich fahre noch nach Frankreich, es ist spät geworden. Ich habe keine Lust lange nach einen schönen Übernachtungsplatz zu suchen. Ich halte nach einem Friedhof Ausschau und finde einen Platz. Es liegt an den besonderen Gegebenheiten dass diese Plätze immer sehr ruhig sind :).
Tag 2
Die Nacht war ruhig und kalt. Es hat Frost gegeben. Hoffentlich der letzte in diesem Jahr.
Ich habe Abend noch lange Nachrichten gehört und aus gegebenen Anlass beschlossen in Verdun einen Stopp einzulegen.
Im ersten Weltkrieg fand ihn Verdun eine über 300 Tage dauernde "Schlacht" statt, die über 400 000 Tote und 300 000 Verletzte gefordert hat. Der erste Weltkrieg hat in Frankreich als der große Krieg eine enorme Bedeutung.
"Im Westen nicht Neues" habe ich gelesen, das Buch von Ernst Jünger merke ich mir mal vor......
Vor den Gräbern von Verdun haben sich Kohl und Mitterand 1982 die Hand gegeben. Beide haben Krieg noch erlebt und deren Ziel war es, dass sich so etwas nie wiederholt. Ich bin mir sicher die Politikergeneration wie Kohl, Strauss, Brandt, Wehner und Schmitd ("dieser Scheiß Krieg") hätten den Ukraine Konflikt schön längst beendet.
Aber die heutige Politiker Generation, vor allem die LinksGrünen Wehrdienstverweigerer sind dazu nicht in der Lage. Wie schon Remarque in "Im Westen nichts neues" geschrieben hat: Krieg finden die immer gut, die nicht kämpfen müssen.
Anfangs über die Autobahn fahre ich weiter. Mittlerweile sind an vielen Auffahrten auch in Frankreich die Ticketstationen für die Maut weggefallen. Man muss in Nachgang via Internet unter der Angabe des Kennzeichen zahlen. Mit meiner Mautbox, die auch in Spanien und Portugal funktioniert, muss ich mir keine Sorgen machen.
Nach knapp 400km erreiche ich am frühen Abend das Schloss Chambord an der Loire. Es gibt einen Stellplatz (15 € / 24h) direkt am Schloss. Die vielen (freien) Parkplätze lassen schlimmes erahnen. Aber heute Abend bin ich allein hier und kann einige schöne Fotos machen..
Tag 3.
Die Sonne scheint, wird Frühling. Es sollte ein schöner Tag werden.
Ich mache einen schönen Spaziergang um das Schloss. Besichtigen werde ich das Schloss nicht. Dafür benötigt man mehrere Stunden und der Eintritt ist mit 38 € heftig. Wenn wenigstens ein Mittagessen inklusive wäre ;).
Die erste Urlaubskarte an meine ehemalige Lieblingsmitarbeitenden......:)
Nach zwei für mich zwei anstrengenden Fahrtagen geht es nur 50 km weiter in Richtung Ambois.
Unterwegs entdecke ich die ersten Kamele und auch Zebras.......ja bin ich schon in Marokko?
Warum wollte ich nach Ambois?
Hier liegt die Grabstätte des Universalgenie der Renaissance, Leonardo da Vinci. 1519 gestorben.
Unglaubliche Biographie als Maler und Konstrukteur. Am bekanntesten ist der Goldene Schnitt, die Mona Lisa und das Abendmahl.
Hier soll seine Grabstätte sein.
Besucht habe ich die Kapelle Saint-Hubert im Schloss Amboise mit der Grabstätte nicht. Wieder fast 20 € Eintritt. Ich nutze lieber das schöne Frühlingswetter für einen Bummel durch die Stadt und entlang der Loire.
Ich hatte vor in Amboise zu übernachten. Aber nahezu alle Parkplätze haben eine Höhenschranke von 2,50m. Dann entdecke ich einen Parkplatz direkt an der Loire bei dem die Schranken geöffnet sind. Falls die Schranken morgen geschlossen sind, den passenden Sechskant Schlüssel habe ich zufällig dabei ;).
Später kam ein städtischer Mitarbeiter der mir versichert hat, dass der Platz geöffnet bleibt.
Im Sommer in der Hochsaison geht es hier sicherlich anders zu ;).
Ein schöner Tag heute, dass Wetter wird immer besser. Ich falle in den Urlaubsmodus und fange an zu genießen.....
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Kommentare
Erster (-;
Schön geschrieben… genieße die Zeit und komm gesund mit guten Blutwerten zurück 😉